G20-Staaten billigen globale Mindeststeuer

01. November 2021 13:03

Rom - Die Staats- und Regierungschefs der G20-Länder haben der geplanten globalen Mindeststeuer grünes Licht gegeben. Demnach sollen internationale Konzerne ab 2023 mindestens 15 Prozent Steuern zahlen.

Die Staats- und Regierungschefs der G20-Länder haben sich am Wochenende im Rahmen eines zweitägigen Gipfels in Rom getroffen. Dabei haben sie unter anderem grünes Licht für eine globale Steuerreform gegeben.

Mit der Reform sollen internationale Konzerne ab 2023 unabhängig von ihrem Sitz mindestens 15 Prozent Steuern zahlen. Wenn also ein Unternehmen mit einer Tochterfirma in einem anderen Land weniger Steuern zahlt, kann der Heimatstaat die Differenz verlangen. Insgesamt soll dies Gewinnverschiebungen in Steueroasen verhindern. Ausserdem sollen grosse Unternehmen nicht nur im Land ihres Hauptsitzes besteuert werden, sondern auch dort, wo sie besonders gute Geschäfte machen.

Die globale Steuerreform wurde bereits vor rund drei Wochen von 136 Mitgliedstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) abgesegnet. Die Schweiz forderte im Anschluss, dass bei der Umsetzung der Reform auch die Interessen kleiner, wirtschaftsstarker Länder berücksichtigt werden sollen. ssp

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