Europa erzielt Rekord bei Investitionen in Windkraft

05. Mai 2022 09:05

Brüssel - In Europa sind 2021 insgesamt 41,1 Milliarden Euro in neue Windparks investiert worden. Damit wurden 24,6 Gigawatt an neuer Kapazität finanziert, ein neuer Rekord. Am meisten wurde in Grossbritannien investiert, gefolgt von Deutschland, Frankreich und Spanien.

Europa hat 2021 insgesamt 41,4 Milliarden Euro in den Ausbau der Windkraft investiert. Das ist weniger als im Rekordjahr 2016, als 47,2 Milliarden investiert worden sind, und auch weniger als 2020 mit 46,5 Milliarden Euro. Das geht aus dem Bericht „Financing and investment trends 2021“ hervor, den der Branchenverband WindEurope nun veröffentlicht hat.

Die neu finanzierte Kapazität hat 2021 mit 24,6 Gigawatt einen neuen Rekord erreicht. 2020 waren es noch 21,6 Gigawatt, im bisherigen Rekordjahr 2016 noch 22,1 Gigawatt gewesen. Namentlich die Finanzierung der Windkraft an Land hat mit 19,8 Gigawatt zu dem neuen Rekord beigetragen. Im Vorjahr waren es erst 14,0 Gigawatt gewesen.

Grossbritannien ist mit 9,4 Milliarden Euro Spitzenreiter in Europa gewesen. Mit 8,8 Milliarden flossen die Investitionen praktisch ausschliesslich in den Ausbau auf hoher See. Deutschland war mit 8,0 Milliarden Euro die Nummer zwei. Davon sind 4,9 Milliarden für den Ausbau auf dem Meer vorgesehen. Die zusätzlichen Investitionen von 4,6 Milliarden in Frankreich teilen sich fast gleichmässig auf das Land und das Meer, während die 3,2 Milliarden Euro in Spanien ausschliesslich für die Windkraft auf dem Land vorgesehen sind.

Aus der Sicht von WindEurope liegt die Rekordfinanzierung für den Ausbau der Windkraft klar unter dem Bedarf. So will die EU die Kapazität in den 27 Mitgliedsländern von heute 190 Gigawatt auf 480 Gigawatt 2030 erhöhen. Dazu brauche es einen Zubau von 35 Gigawatt pro Jahr, heisst es in einer Medienmitteilung. stk

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