ETH-Forschende verbessern CO2-Szenarien für Ozeane

27. September 2021 12:42

Zürich - Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben weiter geklärt, wie genau CO2 aus der Atmosphäre bis auf den Meeresboden absinkt. So lässt sich besser verstehen, wie diese biologische Kohlenstoffpumpe funktioniert und wie Ozeane auf den Klimawandel reagieren.

Eine Gruppe von Wissenschaftlern des Instituts für Umweltingenieurwissenschaften der ETH hat einen Beitrag zum besseren Verständnis der biologischen Kohlenstoffpumpe in Ozeanen geliefert. Laut einer Mitteilung der ETH fanden sie heraus, dass die Sinkgeschwindigkeit selbst eine der wichtigsten Determinanten für die Geschwindigkeit ist, mit der Bakterien Partikel abbauen.

Bisher war die Forschung davon ausgegangen, dass die biologische Pumpe durch den Wettbewerb zwischen Sinkgeschwindigkeit und Abbaurate bestimmt wird, wobei beide Prozesse unabhängig voneinander sind. Dass dem nun nicht so ist, kann die Vorhersage dieses Kohlenstoffflusses in zukünftigen Ozeanszenarien verbessern.

Die Ozeane spielen im globalen Kohlendioxid-Haushalt eine wichtige Rolle. Denn in ihnen leben Abermilliarden winziger Algen, die das Kohlendioxid mittels Photosynthese aufnehmen und in ihre Biomasse einbauen. Sterben sie ab, rieseln sie als sogenannter Meeresschnee in die Tiefsee hinab. Auf diese Weise wird auf dem Meeresgrund rund 1 Prozent des ursprünglich eingebauten Kohlendioxids für Tausende von Jahren begraben.

Der Forschungsgruppe sei es um das grundlegende Verständnis der natürlichen Prozesse gegangen, so Erstautor Uria Alcolombri. „Dieses Verständnis ist wichtig, wenn wir besser vorhersagen wollen, wie unsere Ozeane auf den Klimawandel reagieren.“ Die Arbeit der Gruppe um Roman Stocker wurde jetzt in der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“ veröffentlicht. mm

Mehr zu Forschung und Entwicklung

Aktuelles im Firmenwiki