Eine der Ausgründungen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat ein Gerät entwickelt, das PCR-Tests in weniger als 20 Minuten vor Ort durchführt. Bild: Alessandro Della Bella/ETH Zürich

ETH-Ausgründungen werben 390 Millionen Franken Kapital ein

05. Januar 2022 11:20

Zürich - Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) hat 2021 insgesamt 25 Unternehmen ausgegliedert. Zu den Schwerpunkten gehörten die medizinische Diagnostik und die Bekämpfung des Klimawandels. Die bestehenden Ausgründungen konnten 390 Millionen Franken an frischem Kapital einwerben.

Die ETH Zürich präsentiert die Jahresbilanz ihrer Ausgründungen: 2021 sind 25 neue Unternehmen ausgegliedert worden. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, zeigten diese „aufs Neue, wie ETH-Wissen innovative Ansätze für globale Herausforderungen liefert und dabei die Schweizer Wirtschaft ankurbelt“. Zudem sei der Frauenanteil unter den Gründenden deutlich gestiegen.

Die Schwerpunkte dieser Jungunternehmen lägen auf der medizinischen Diagnostik und Massnahmen gegen den Klimawandel. „Um die grossen Herausforderungen der Gegenwart anzupacken, müssen wir Forschungserkenntnisse so schnell wie möglich praktisch anwenden können“, wird Vanessa Wood, ETH-Vizepräsidentin Wissenstransfer und Wirtschaftsbeziehungen, zitiert. „Für diesen Wissenstransfer sind ETH-Spin-offs ein wichtiges Instrument.“

Zudem verweist die ETH darauf, dass auch bewährte Ausgründungen Grosses bewegten. In diesem Zusammenhang nennt sie etwa die an der ETH entwickelte sichere Internettechnologie SCION, die durch das Jungunternehmen Anapaya vermarktet wird. Synhelion produziert aus Licht und Luft Solartreibstoffe und hat in Deutschland eine Testanlage zur industriellen Herstellung gebaut. Climeworks erstellte in Island die bisher grösste Anlage zur Abscheidung von CO2 aus der Luft.

Bright Peak Therapeutics habe die erfolgreichste Finanzierungsrunde verzeichnet. Das Unternehmen erhielt für seine neuartige Immuntherapie 96 Millionen Franken. Insgesamt konnten ETH-Ausgründungen im vergangenen Jahr 390 Millionen Franken Kapital einwerben. mm

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