Erweiterte Realität zieht in Alltag ein

21. Juni 2021 14:28

Luzern - Mehr als die Hälfte der in der Schweiz wohnhaften Personen hat bereits Erfahrungen mit Erweiterter Realität gemacht, oft, ohne es zu wissen. Das ist ein Ergebnis des Swiss Augmented Reality Barometers der Universität Luzern.

Die Universität Luzern hat am Montag ihr 60-seitiges Swiss Augmented Reality Barometer veröffentlicht. Die Erhebung wurde in Zusammenarbeit mit der Zürcher App- und Augmented Reality-Agentur Bitforge AG sowie den Schweizerischen Bundesbahnen durchgeführt. Sie zeigt, dass bereits jede zweite befragte Person einmal eine Anwendung der Erweiterten Realität genutzt hat. Oftmals waren sie sich dessen jedoch nicht bewusst.

Laut einer Medienmitteilung der Universität Luzern zählten zu den am meisten benutzten Anwendungen Gesichtsfilter auf sozialen Medien, das virtuelle Anzeigen von Bergnamen und Abstandsmessungen in Innenräumen. Auch virtuelle Darstellungen von Produkten sind beliebt, etwa die Anprobe von Brillen oder die Ansicht eines bestimmten Möbelstücks im eigenen Wohnraum.

Tatsächlich zähle das virtuelle Betrachten von Produkten am Verwendungsort zu den am häufigsten genannten Vorteilen der Produktdarstellung mithilfe von Erweiterter Realität. Schon heute könne sich etwa ein Drittel der Befragten vorstellen, in Zukunft eine Augmented Reality-Brille im Alltag zu verwenden. Allgemein sieht Studienleiter Reto Hofstetter solche Anwendungen aber noch am Anfang. Positive und negative Folgen der Nutzung von Virtualität hält er für „eine wichtige Aufgabe künftiger Grundlagenforschung“.

Der Studienbericht mit weiteren Einblicken zur Nutzung von Anwendungen der Erweiterten Realität ist online bestellbar. Die Online-Umfrage fand im November in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut LINK statt. Dabei wurden 1014 Personen befragt. Das Swiss Augmented Reality Barometer ist Teil der Swiss Consumer Studies des Instituts für Marketing und Analytics der Universität Luzern. mm

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