Credit Suisse verdient weniger

29. Oktober 2020 11:11

Zürich - Die Credit Suisse hat im dritten Quartal mit 546 Millionen Franken weniger verdient als im Vorjahr. Die Ergebnisse im Schweizer Bankengeschäft und die Vermögensverwaltung fallen tiefer aus. Im Investmentbanking konnte die Bank aber zulegen.

Die Zürcher Grossbank Credit Suisse hat im dritten Quartal 2020 einen Reingewinn von 546 Millionen Franken erwirtschaftet. Dies entspricht einem Rückgang von 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Credit Suisse begründet das tiefere Ergebnis in einer Mitteilung unter anderem mit Sanierungskosten und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Vor allem hat aber im dritten Quartal 2019 der Verkauf der Plattform Allfunds den Gewinn der Bank um 327 Millionen Franken erhöht.

Im Schweizer Bankengeschäft sowie bei der Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden schnitt die Bank schlechter ab als noch im Vorjahr. So erzielte sie im Schweizer Bankengeschäft einen Vorsteuergewinn von 430 Millionen Franken nach 569 Millionen Franken im Vorjahresquartal. Bei der Vermögensverwaltung ging der Vorsteuergewinn von 515 Millionen Franken im Vorjahr auf 215 Millionen Franken zurück. Dagegen konnte die Credit Suisse im Investmentbanking zulegen. Der Vorsteuergewinn belief sich in diesem Bereich auf 405 Millionen Dollar nach 310 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

„Trotz der COVID-19-Pandemie und bedeutender ungünstiger Wechselkurseffekte aufgrund des starken Schweizer Frankens haben wir in den ersten neun Monaten dieses Jahres eine starke Performance erzielt“, lässt sich Thomas Gottstein, CEO der Credit Suisse, in der Mitteilung zitieren. Es sei nach wie vor ungewiss, wie sich die Pandemie entwickeln werde. Das Aktienrückkaufprogramm der Bank, das wegen der Corona-Krise unterbrochen wurde, soll allerdings 2021 wieder aufgenommen werden. ssp

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