Bundesgericht gibt grünes Licht für Windpark

22. April 2021 13:16

Lausanne - Das Bundesgericht hat die Beschwerden gegen das Projekt des Windparks Sainte-Croix in den wesentlichen Punkten abgewiesen. Die Baubewilligungen und der Nutzungsplan müssen nur um zwei kleinere Auflagen ergänzt werden. 

Der Weg für den Bau des Windparks Sainte-Croix im Waadtländer Jura ist frei. Das Bundesgericht hat die Beschwerden von Gegnern des Projekts in den wesentlichen Punkten abgewiesen, wie es in einer Mitteilung schreibt. Die Erteilung der Baubewilligung durch die Gemeinde Sainte-Croix VD 2017 kurz nach der Genehmigung des Nutzungsplans durch den Kanton sei rechtens gewesen. Auch die Einwände gegen den Standort selbst aus Gründen des Natur- und Heimatschutzes wurden abgewiesen.

Dagegen muss die Zugangsstrasse neu bis zum 31. Mai statt bis zum 31. März geschlossen bleiben, um den Brutvögeln der Region genug Ruhe zu gewähren. Zudem müssten die Anlagen mit Radar überwacht und bei starker Flugbewegung von Zugvögeln abgeschaltet werden. 

Der Windpark soll sechs Anlagen umfassen, die jährlich 20 bis 26 Gigawattstunden Strom erzeugen. Die erste Machbarkeitsstudie wurde bereits 1998 erarbeitet.

Gegen das Projekt hatten Birdlife Schweiz, Helvetia Nostra, die Association pour la défense des Gittaz et du Mont-des-Cerfs sowie Privatpersonen und eine Gemeinde Beschwerde erhoben.

Suisse Eole begrüsst das Urteil. „Dies ist das erste Mal, dass Einwände gegen ein Windparkprojekt abgelehnt werden, um den Bau zu ermöglichen“, wird Isabelle Chevalley, die Präsidentin des Verbandes der Schweizer Windkraftbranche, in einer Mitteilung zitiert. „Dieser Gerichtsentscheid zugunsten der Windkraft wird sich positiv auf den Umgang der Schweizer Gerichte mit Windparkprojekten auswirken.“ Vor dem Bundesgericht sind noch Beschwerden gegen sechs weitere Windparks hängig. stk

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