Bund soll Städtetourismus unterstützen

17. Januar 2022 14:04

Zürich - Die Kantone Zürich, Tessin und Luzern wollen den Städtetourismus stärken. Dazu sollen touristisch bedeutsame Quartiere ihre Läden auch sonntags öffnen dürfen. Die Zürcher Handelskammer (ZHK) schliesst sich dem Vorstoss der Kantone für eine entsprechende Änderung des Arbeitsgesetzes an.

Die Kantone Zürich, Tessin und Luzern wollen touristisch bedeutsame Quartiere in Städten und grossen Ortschaften den touristischen Gebieten in klassischen Bergdestinationen gleichstellen lassen. Der Städtetourismus sei von den durch die Pandemie veränderten Reise-, Freizeit- und Konsumgewohnheiten besonders stark beeinträchtigt worden, schreibt die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich in einer entsprechenden Mitteilung. Die für die Volkswirtschaft zuständigen Regierungsmitglieder in Zürich, Bellinzona und Luzern appellieren an den Bundesrat „für alle Kantone gleich lange Spiesse zu schaffen, so dass auch der Städtetourismus in der Schweiz nachhaltig gestärkt werden kann“. 

Konkret machen Carmen Walker Späh (Zürich), Christian Vitta (Tessin) und Fabian Peter (Luzern) sich für eine Änderung im Arbeitsgesetz stark. Quartiere „von Städten und grossen Ortschaften, die historisch oder kunstgeschichtlich bedeutsam oder durch ihre natürliche Lage, ihre Einkaufsmöglichkeiten oder ihr Freizeitangebot attraktiv sind und erhebliche touristische Frequenzen aufweisen“, sollen den Fremdenverkehrsgebieten zugerechnet werden. Die dort angesiedelten Betriebe könnten damit auch an Sonntagen geöffnet werden. Der Vorstoss soll „die Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Städte mit anderen Städtedestinationen in Europa“ sichern, heisst es in der Mitteilung.

Die ZHK unterstützt die Initiative der drei Kantone. „Damit Städte touristisch attraktiv sind, braucht es belebte Zentren“, schreibt die Handelskammer in einer Stellungnahme. „Nebst attraktivem Freizeit- und Kulturangebot braucht es dafür auch Einkaufsmöglichkeiten an den Wochenenden“. Mit der Änderung im Arbeitsgesetz würde die hier bestehende Ungleichbehandlung zwischen städtischen touristischen Quartieren und Bergdestinationen aufgehoben, heisst es in der Stellungnahme. hs

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