Bund senkt Prognose für Wirtschaftswachstum

20. September 2022 11:53

Bern - Die Expertengruppe des Bundes hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum 2022 von ursprünglich 2,6 auf 2,0 Prozent gesenkt. Im nächsten Jahr wird ein Wachstum von 1,1 Prozent erwartet. Hintergrund sind starke Preissteigerungen und Unsicherheiten bei der Versorgung mit Energie.

Die Expertengruppe des Bundes senkt ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum in diesem und im nächsten Jahr. Bereinigt um die Auswirkungen internationaler Sportereignisse wird dem Bruttoinlandprodukt (BIP) in diesem Jahr ein Wachstum um 2,0 Prozent prognostiziert, informiert das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in einer Mitteilung. Im Juni gingen die Experten des Bundes noch von einem BIP-Wachstum 2022 von 2,6 Prozent aus. Die Prognose für das Wirtschaftswachstum 2023 wird von 1,9 auf 1,1 Prozent gesenkt. 

Hintergrund für die Korrektur bilden die Entwicklungen im internationalen Umfeld. Die Expertengruppe geht davon aus, dass sich die Nachfrage grosser Handelspartner der Schweiz wie dem Euroraum, den USA und China deutlich schwächer entwickelt als noch im Juni angenommen. Zwar gehen die Experten nicht vom Eintritt einer starken Energiemangellage mit entsprechenden Produktionsausfällen aus. Die angespannte Energielage und starke Preisanstiege wirken sich jedoch bremsend auf die konjunkturelle Dynamik aus. Zudem sei die Erholung der Wirtschaft im vergangenen Jahr stärker als erwartet ausgefallen, so dass „die noch verbleibenden volkswirtschaftlichen Aufholpotenziale insgesamt geringer sind“, schreibt das SECO. 

Als Konjunkturrisiken führen die Analysten des SECO neben der Gefahr einer Energiemangellage mögliche Korrekturen an den Finanzmärkten im Zusammenhang mit den steigenden Zinsen an. Zudem könnte sich die Inflation als hartnäckiger als bisher angenommen erweisen. hs

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