Axpo reicht Bauantrag für Wasserstoffproduktion ein

30. Juni 2022 12:32

Brugg/Baden AG - Axpo plant eine klimafreundliche Produktionsanlage für Wasserstoff beim Wasserkraftwerk Wildegg-Brugg. Sie soll 2023 in Betrieb gehen. Der Aargauer Energiekonzern hat dazu jetzt die Baueingabe gemacht.

Die Wasserstoffproduktionsanlage beim Wasserkraftwerk Wildegg-Brugg schreitet laut einer Medienmitteilung des Energiekonzerns Axpo voran. Für das Projekt ist jetzt die Baueingabe erfolgt. Axpo plant die klimafreundliche Produktionsanlage für Wasserstoff gemeinsam mit der Stadt Brugg, den Stadtwerken IBB und dem Tankstellenbetreiber Voegtlin-Meyer aus Windisch AG.

Die Anlage soll jährlich mittels Elektrolyse rund 2000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Der für die Produktion benötigte Strom stammt zur Gänze aus dem nahegelegenen Flusskraftwerk Wildegg-Brugg. Mit der direkten Anbindung an das Kraftwerk wird der klimafreundliche Wasserstoff produziert.

Die Stadtwerke IBB Energie AG soll die Leitung von der Wasserstoffproduktion bis zur Tankstelle in Wildischachen betreiben. IBB plant in einem nächsten Schritt, die beim Elektrolyseverfahren entstehende Abwärme zu nutzen und den Industrienachbarn im Gebiet Wildischachen anzubieten. Das Traditionsunternehmen Voegtlin-Meyer verteilt den Wasserstoff über seine Tankstelle in Wildischachen.

Dort werden die im Auftrag der PostAuto AG betriebenen Busse betankt. Mit der produzierten Menge können nach Angaben von Axpo jährlich rund 300 Lastwagen, Postautos oder Busse betrieben werden. Auch privaten Nutzern soll der saubere Wasserstoff angeboten werden. Voegtlin-Meyer betreibt Tankstellen im ganzen Kanton Aargau und im Auftrag von PostAuto Busse auch in Brugg und Umgebung.

Inbetriebnahme und Belieferung der Postauto-Flotte mit grünem Wasserstoff ist per Ende 2023 geplant. gba 

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