Avenir Suisse warnt vor Selbstzufriedenheit

09. Juni 2016 13:42

Zürich - Avenir Suisse-Direktor Peter Grünenfelder warnt die Schweiz vor Selbstzufriedenheit: Noch sei die Schweiz das wettbewerbsfähigste Land der Welt, doch am Horizont zögen dunkle Wolken herauf.

Der Direktor der Denkfabrik Avenir Suisse, Peter Grünenfelder, sieht Gefahren für die Stabilität der Schweizer Erfolgspfeiler. Diese bestehen aus seiner Sicht in der unternehmerischen Innovationskraft, der ausgeprägten Internationalisierung und staatlichen Rahmenbedingungen, welche das freie Spiel der Kräfte nicht hemmen. „Es droht ein Wetterumsturz, der das wirtschaftliche Erfolgsmodell Schweiz und seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig infrage stellt“, schreibt Grünenfelder in einem Beitrag, der auf der Website von Avenir Suisse veröffentlicht wurde. Das Modell Schweiz brauche eine Generalüberholung, wenn der Wohlstand für weite Kreise der Bevölkerung nicht in Frage gestellt werden solle.

Grünenfelder gibt zu bedenken, dass das qualitative Wachstum gemessen an der Arbeitsproduktivität in der Schweiz seit längerem unterdurchschnittlich verläuft. Die wachsende Kluft zwischen der hochproduktiven Exportwirtschaft und dem teilweise geschützten Binnensektor führe zu einer zweigeteilten Wirtschaft. Eine andere Gefahr für die Prosperität sieht der Avenir Suisse-Direktor in der „ausufernden Bürokratie“. Über 70 Prozent der KMU und 88 Prozent der Grossunternehmen stuften gemäss Seco die administrative Belastung in der Schweiz als hoch ein. Die Schweiz sei im „Ease of Doing Business“-Index der Weltbank innert kurzer Zeit von Platz 11 im Jahr 2005 auf Rang 26 im laufenden Jahr abgerutscht. eg


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