Avenir Suisse präsentiert Lösungsansätze für Energiepolitik

07. November 2023 13:24

Zürich - Avenir Suisse hat eine Studie zur sicheren, nachhaltigen und wirtschaftlichen Versorgung mit Energie publiziert. Die Denkfabrik schlägt eine Liberalisierung des Energiemarkts und ein umfassendes Energieabkommen vor. Statt auf Subventionen sollte auf Kostenwahrheit gesetzt werden.

Die Energiepolitik der Schweiz müsse im Spannungsfeld zwischen Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit agieren, schreibt Avenir Suisse in einer Mitteilung. Die Denkfabrik hat eine Studie mit Lösungsansätzen für dieses „Trilemma“ erarbeitet. In der Studie werden verschiedene Ansätze zur Energiezukunft der Schweiz vorgestellt.

Avenir Suisse geht je nach Szenario von einem Mehrbedarf an Energie von 35 bis 50 Prozent bis 2050 aus. Werde die inländische Produktion nicht entsprechend ausgebaut, nehme die Importabhängigkeit insbesondere im Winter zu, heisst es in der Mitteilung. Hier favorisiert die Denkfabrik ein Stromabkommen mit der Europäischen Union oder noch besser ein umfassendes Energieabkommen. Dafür sei jedoch „eine umfassende Liberalisierung des Schweizer Strommarktes“ erforderlich.

Für die Erreichung der Klimaziele solle die Energiepolitik auf „Kostenwahrheit statt Subventionen“ setzen, fordert Avenir Suisse. Konkret schlägt die Denkfabrik „eine konsequente Bepreisung des CO2-Ausstosses“ vor. Zur Sicherstellung der Energieversorgung könnten Finanzierungsprodukte dienen, mit denen Strompreisproduzenten einen Anreiz bekommen, die Effizienz ihrer Anlage zu optimieren. Um Investitionen anzulocken, fordert Avenir Suisse „eine marktnähere Ausgestaltung der Wasserzinsen“ ein. Zudem sollten die bestehenden Kernkraftwerke „so lange am Netz bleiben, wie sie sicher und wirtschaftlich betrieben werden können“.

Zur Senkung der Energiekosten rät die Denkfabrik zu Massnahmen wie der intelligenten Steuerung des Verbrauchs. Ein Industriestrompreis wird hingegen als „wenig zielführend“ abgelehnt. ce/hs

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