App klärt Kinder über ihre Rechte auf

05. Juli 2021 10:44

Rapperswil-Jona SG/Luzern - Eine Smartphone-App will Kinder mit den UN-Kinderrechten vertraut machen. Für dieses Projekt haben sich die OST – Ostschweizer Fachhochschule, UNICEF Schweiz und Liechtenstein sowie die Pädagogische Hochschule Luzern zusammengeschlossen.

Für Kinder wird derzeit eine Smartphone-App entwickelt, die spielerisch und interaktiv die Wahrnehmung für ihre Rechte schärft. Sie orientiert sich an der UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Die UN-Kinderrechte sind in der Schweiz 1997 in Kraft getreten. Die App wird in einem interdisziplinären Team erdacht. Ihm gehören Fachleute für Kinderschutz der OST – Ostschweizer Fachhochschule, der Pädagogischen Hochschule (PH) Luzern sowie von UNICEF Schweiz und Liechtenstein an. Finanziert wird das Projekt von der Paul Schiller Stiftung, dem Bundesamt für Sozialversicherungen und UNICEF.

Sechs- bis zwölfjährige Kinder aus verschiedenen Landesteilen und sozialen Lebenssituationen werden im Herbst in Workshops an der Entwicklung dieser App beteiligt. So solle gewährleistet werden, dass sie möglichst zielgruppengerecht funktioniert, heisst es dazu in einer gemeinsamen Medienmitteilung der beteiligten Institutionen. Der Fokus solle unter anderem auf vulnerablen und gefährdeten Gruppen liegen: „Kinder in schwierigen Situationen sollen künftig die Möglichkeit haben, sich über die Web-App über ihre Rechte und über mögliche Anlaufstellen zu informieren“, so Regula Flisch, OST-Dozentin mit Fokus auf Kindesschutz und Initiantin dieses Projekts.

„Unsere digitale Lösung soll bereits bestehende Offline-Produkte optimal ergänzen und von möglichst vielen im Bereich der Kinderrechte tätigen Organisationen in der Schweiz unterstützt, genutzt und verbreitet werden“, wird Matthias Baldauf, Co-Projektleiter und Professor am Institut für Informations- und Prozessmanagement an der OST, in der Mitteilung zitiert. Thomas Kirchschläger, der an der PH Luzern für Menschenrechtsbildung verantwortlich ist, führt ins Feld, dass es erfahrungsgemäss wichtig sei, „Kindern immer wieder neue Zugänge und Partizipationsmöglichkeiten zu eröffnen, wenn es um ihre Rechte geht“. mm

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