Alp- und Berglandwirtschaft erhält Versuchsstation

21. Juni 2021 13:33

Bern - Agroscope richtet mit verschiedenen Partnern eine neue Versuchsstation für Alp- und Berglandwirtschaft ein. Die praxisorientierte Forschung soll unter anderem Ansätze für eine nachhaltige Bewirtschaftung erarbeiten. Dabei spielt auch der Klimawandel eine Rolle.

Agroscope will im Rahmen seiner neuen Standortstrategie für mehr Forschung und Praxisnähe einen Beitrag zur zukünftigen Entwicklung der Alp- und Berglandwirtschaft leisten. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern sollen aus den Forschungserkenntnissen praxisorientierte Lösungen entwickelt werden. Ziel ist, dass sie im ganzen Alpenraum anwendbar sind.

Dabei konzentriere sich die neue Versuchsstation insbesondere auf ökonomische, strukturelle, klimatische sowie produktions- und wertschöpfungsorientierte Fragen, heisst es in einer Medienmitteilung des Kompetenzzentrums der Schweiz für landwirtschaftliche Forschung. So seien etwa Projekte zur standortgerechten Weidebewirtschaftung unter den sich ändernden klimatischen Bedingungen geplant. Auch Saatgutmischungen für den Futterbau müssten künftig gegen Trockenstress resistenter sein. Auch die Milchverarbeitung und Managementinstrumente wie Gemeinschaftsalpen würden Thema sein.

Die Forschungsstation werde in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen Bern, Graubünden, Tessin, Uri und Wallis aufgebaut. Daneben ist die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften der Berner Fachhochschule beteiligt. Die Kantone stellen kantonsübergreifende Versuchsflächen und Betriebsnetze zur Verfügung. Darüber hinaus bringen sie ihre Infrastrukturen, Viehherden sowie finanzielle und personelle Ressourcen mit ein.

„Die Kooperation zwischen Agroscope, den Kantonen und der Branche ist enorm wichtig für diese dezentrale Versuchsstation“, erläutert Moritz Schwery, Leiter des Landwirtschaftszentrums Visp, der die strategische Steuerung der Versuchsstation mitverwantwortet. „Sie ermöglicht uns, spezifische Fragen zur Alp- und Berglandwirtschaft über den ganzen Alpenraum hinweg zu beantworten, denn die strukturellen, organisatorischen, ökonomischen und klimatischen Faktoren unterscheiden sich jeweils zwischen den einzelnen Alpenregionen.“ mm

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