Allianz Suisse spürt die Unwetter

30. August 2021 14:52

Wallisellen ZH - Allianz Suisse hat das Prämienvolumen im ersten Halbjahr 2021 auf fast 2,7 Milliarden Franken gesteigert. Dabei wurde insbesondere im Lebengeschäft Wachstum realisiert. Die Rekordunwetter drückten das Halbjahresergebnis jedoch unter den Vorjahreswert.

Einer Mitteilung von Allianz Suisse zufolge hat die Versicherungsgruppe im ersten Halbjahr 2021 ein Prämienvolumen von insgesamt 2,69 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahressemester entspricht dies einem Wachstum um 1,3 Prozent.

Als Wachstumstreiber hat sich dabei das Lebengeschäft von Allianz Suisse erwiesen. Hier legten die Prämieneinnahmen im Jahresvergleich um 2,4 Prozent auf 1,20 Milliarden Franken zu. Der Halbjahresgewinn im Lebengeschäft fiel mit 46,7 Millionen Franken um 1,7 Millionen Franken geringer als im Vorjahr aus. Insbesondere im Bereich der Vollversicherung für Unternehmenskunden verzeichne Allianz Suisse eine Nachfrage „auf einem konstant hohen Niveau, erläutert Finanzchef Stefan Rapp in der Mitteilung. „Im Einzellebengeschäft zieht die Nachfrage angesichts der weiterhin ungelösten Probleme in der 1. und 2. Säule spürbar an.“

Im Sachgeschäft konnte das Prämienvolumen gegenüber dem ersten Semester 2020 um 0,5 Prozent auf 1,49 Milliarden Franken ausgebaut werden. Die Unwetter im Berichtszeitraum hoben die Schaden-Kosten-Quote im Jahresvergleich jedoch um 2,7 Prozentpunkte auf 93,6 Prozent an. Rückversicherungen dämpften den Rückgang des Ergebnisses im Sachgeschäft ab. Konkret wurden 96,5 Millionen Franken ausgewiesen, gegenüber 109,8 Millionen  Franken im Vorjahressemester.

Insgesamt fiel der Halbjahresgewinn mit 143,2 Millionen Franken um 9,4 Prozent geringer als im ersten Semester 2020 aus. „Bis Ende Juni haben wir bereits rund 70 Millionen Schäden mehr an Schäden aus Naturereignissen registriert als im Vorjahreszeitraum“, wird Allianz Suisse-CEO Severin Moser in der Mitteilung zitiert. „Mit den Juli-Unwettern werden wir ein im negativen Sinne absolutes Rekordjahr verzeichnen.“  Moser sieht sein Unternehmen aber „sehr gut aufgestellt“ und will „den Fokus weiterhin auf profitables Wachstum richten“. hs

 

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