Sirin Orbital Systems, ESA und das Space Robotics Lab der Universität Málaga (UMA) haben eine kofinanzierte Forschungsvereinbarung gestartet. Bild: Sirin Orbital Systems AG

Sirin Orbital Systems forscht mit ESA und der Universität Málaga

29 April 2026 10:24

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Zürich/Málaga - Sirin Orbital Systems, die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und das Space Robotics Lab der Universität Málaga untersuchen neuartige Methoden zur Inspektion und Wartung etwa von Datenzentren im Orbit mit robotisierten Satelliten. Die Forschungskooperation dauert mindestens zwei Jahre.

(CONNECT) Das Zürcher Weltraumtechnologieunternehmen Sirin Orbital Systems, die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und das Space Robotics Lab der Universität Málaga (UMA) haben laut einer Mitteilung eine kofinanzierte Forschungsvereinbarung gestartet. Ihr gemeinsames Projekt mit dem Titel End-to-End Control for Handling Operations in Orbit (ECHO2) erforscht für zunächst zwei Jahre eine bildverarbeitungsgesteuerte Pipeline von Möglichkeiten, die es orbitalen Robotersystemen gestatten, grosse Weltraumstrukturen autonom zu inspizieren, zu diagnostizieren und zu reparieren, ohne auf visuelle Markierungen, standardisierte Schnittstellen oder ständige menschliche Eingriffe angewiesen zu sein.

„Angesichts der wachsenden Weltrauminfrastruktur sind autonome Lösungen unerlässlich, um die Abhängigkeit von riskanten und kostspieligen Aussenbordaktivitäten von Astronauten zu verringern“, heisst es in der Mitteilung. Um die Technologie zu erproben, führt das Forschungsteam Validierungen auf den frei schwebenden Testplattformen der ESA durch.

Sirin Orbital Systems wurde 2019 von Dr. Matteo Madi gegründet. Das Kernprodukt des Unternehmens ist ein umweltfreundliches, skalierbares, sicheres und zuverlässiges chemisches Mikroantriebssystem für Satellitenkonstellationen. Es dient dazu, die agile Manövrierfähigkeit der Konstellation im Orbit und schnelle Änderungen der Umlaufbahnebene zu verbessern, etwa um eine Kollision mit Weltraummüll zu vermeiden. „Das Marktpotenzial ist enorm, da diese Technologie auf den autonomen Einsatz, die Inspektion und die Wartung gross angelegter Infrastrukturen im Orbit abzielt, wie beispielsweise ausgefahrene Solarpaneele und Wärmeableiter oder Kühlkörper von Datenzentren im Orbit, wie sie unter anderem von Starcloud – The Future of AI entwickelt werden“, so Madi. Sirin Orbit Systems stehe bereits mit wichtigen Akteuren aus Japan, den USA und dem Nahen Osten und der Schweiz in Kontakt.

Der Standortförderer Greater Zurich Area zählt das Unternehmen 2026 zu den 100 Key Players für Robotik und Autonome Systeme in der Region. 2024 wurde Sirin Orbit Systems unter 100 nominierten Unternehmen aus aller Welt an der World Space Week zum Gewinner des Leading Innovation in Space Award gekürt. ce/mm

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