Schweiz ist bei digitaler Wettbewerbsfähigkeit führend

04 November 2025 14:59

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Lausanne - Die Schweiz ist weltweit führend im World Digital Competitiveness Ranking des World Competitiveness Center der IMD, gefolgt von den USA und Singapur. Die Fragmentierung des Welthandels macht regulatorische Klarheit zu einem entscheidenden Faktoren im digitalen Wettbewerb.

(CONNECT) Die Schweiz belegt laut einer Mitteilung Platz 1 im diesjährigen World Digital Competitiveness Ranking des World Competitiveness Center (WCC) der Wirtschaftshochschule IMD aus Lausanne. Das IMD Ranking bewertet die digitale Wettbewerbsfähigkeit von 69 Ländern anhand der drei Hauptfaktoren Wissen (Knowledge), Technologie (Technology) und Zukunftsfähigkeit (Future Readiness). Die Länderplatzierung wird mittels Datenauswertung von regionalen, nationalen und internationalen Quellen sowie einer weltweiten Umfrage von Führungskräften festgelegt.

Die Schweiz verdankt die Topplatzierung ihrer weltweiten Führungsposition im Bereich Knowledge, der sich aus den Subfaktoren Talent, Training and Education sowie Scientific Concentration zusammensetzt. Auch bei Future Readiness (mit den Subfaktoren Adaptive Attitudes, Business Agility und IT Integration) belegt die Schweiz einen starken zweiten Platz. Einzig bei Technology schwächelt der Spitzenreiter und rutscht auf Platz 7. Der Rückgang sei durch einen schwächeren Technologiegesetzrahmen und Kapitalverfügbarkeit zu erklären, heisst es im Bericht.

Im Fokus des Rankings steht die aktuelle Fragmentierung des Welthandels, die die digitale Länderwettbewerbsfähigkeit unter Druck setzt. Drei Haupteffekte der Fragmentierung lassen sich aus dem diesjährigen Ranking ableiten, erklärt WCC-Direktor Arturo Bris.

So komme der nationalen digitalen Infrastruktur eine zentrale Rolle zu. Staaten, die in den vergangenen Jahren in Telekommunikation, Internet und Technologieanwendung investiert haben, sind durch ein verringerte Abhängigkeit vom Ausland vergleichsweise robust. Zweitens schränken die Unsicherheiten im Welthandel die Talentmobilität ein, erklärt Bris. Innenpolitische Instabilität, die zu einem Talentexodus führt, wirkt sich so auf den digitalen Wettbewerb aus. Drittens sind es besonders regulatorische Vorteile für Unternehmen, die für digitale Wettbewerbsfähigkeit entscheiden werden.

Diese Faktoren betreffen auch den Spitzenreiter Schweiz. In der digitalen Gesetzgebung ist es die nur sehr knappe Mehrheit für die e-ID-Entscheidung (50,4 Prozent), die Bris Sorgen macht: „Damit ist klar, dass die Schweizer nicht so gut vorbereitet sind, wie wir es uns erhofft hätten, um die Herausforderungen der modernen Technologien anzunehmen."

Zweiter im Ranking ist die USA, Drittplatzierter ist Singapur. ce/ja

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