UZH ist massgeblich an Simulation des Universums beteiligt

23 September 2025 09:33

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Zürich - Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat die grösste Simulation des Universums veröffentlicht. Das Modell basiert auf einem an der Universität Zürich (UZH) entwickelten Algorithmus und dient der Auswertung der Daten des Satelliten Euclid.

(CONNECT) Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat im Rahmen ihrer Euclid-Mission die bislang grösste Simulation des Universums veröffentlicht. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist der dazu erforderliche mathematische Algorithmus an der Universität Zürich (UZH) entwickelt worden.

Die Simulation zeigt 3,4 Milliarden Galaxien mit jeweils 400 verschiedenen Parametern wie etwa die Helligkeit, die Position, die Geschwindigkeit oder die Form einer Galaxie. Der für die Berechnung erforderliche Algorithmus ist vom UZH-Astrophysiker Joachim Stadel entwickelt worden. Die Berechnungen wurden auf dem Hochleistungsrechner Piz Daint am Schweizerischen Zentrum für Supercomputing CSCS in Lugano ausgeführt. In die Berechnungen flossen die Bewegungen von 4 Billionen Partikeln einschliesslich der Wirkungen ihrer gegenseitigen Gravitationskräfte ein „Es war eine riesige Herausforderung, einen so grossen Teil des Universums mit einer so grossen Auflösung in einer Berechnung simulieren zu können“, wird Joachim Stadel in der Mitteilung zitiert.

Die neue Simulation soll das bisherige Standardmodell des Kosmos ergänzen. Sie wird mit den seit Juni 2023 gemessenen Daten des Satelliten Euclid abgeglichen. Diese ermöglichen, die Vergangenheit des Universums bis zu 10 Milliarden Jahre zurückzuverfolgen. Astrophysiker erhoffen sich ein besseres Verständnis für die Ausdehnung des Universums und für physikalische Phänomene wie Dunkle Energie. ce/ww

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