UZH-Fakultät erhöht Frauenanteil mit System

17 April 2026 12:02

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Zürich - Die Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Zürich (UZH) hat den Frauenanteil bei den Neuberufungen auf Professuren in zwölf Jahren systematisch von 16 auf 64 Prozent angehoben. Nun bewirbt sie sich als erste Fakultät der Schweiz um das internationale Gütesiegel Athena Swan.

(CONNECT) Die Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät (MNF) der UZH hat den Anteil ihrer Professorinnen in zwölf Jahren mehr als verdoppelt und den Anteil von Frauen bei den Neuberufungen auf 64 Prozent erhöht. 2014 lag der Anteil an Professorinnen an der MNF gerade einmal bei 16 Prozent. Wie die Hochschule in einer Mitteilung ausführlich darstellt, sind die aktuellen Zahlen das Ergebnis der damals eingeleiteten gezielten Rekrutierungs- und Evaluationsmassnahmen zur Angleichung der Geschlechterverhältnisse.

Nun bewirbt sich die MNF als erste Fakultät der Schweiz um das internationale Gütesiegel Athena Swan. Es ist nach der griechischen Göttin der Weisheit und dem Scientific Women's Academic Network (SWAN) benannt. Bereits seit Februar besuchen Vertreterinnen und Vertreter der 14 MNF-Institute erste Workshops mit Athena-Swan-Fachleuten.

Nach einem sogenannten Peer-Review-Prozess könnte die MNF Anfang 2027 ein Athena-Swan-Label erhalten. Das würde zu einer erhöhten Sichtbarkeit der UZH im internationalen Wettbewerb der besten Universitäten beitragen. Dabei „spielen viele Faktoren eine Rolle“, wird Roland Sigel, Chemieprofessor und seit 2017 Dekan der MNF, zitiert. „Der Award ist ein wichtiger Baustein, damit wir auch in Zukunft hervorragende Wissenschaftler:innen gewinnen können.“

Bereits heute sei Gleichstellung in der MNF bereits breit verankert, heisst es in der Mitteilung weiter, etwa im Alltag von Berufungen, Förderung und Personalentwicklung. Die datenbasierten Gleichstellungsmassnahmen hätten die MNF in den vergangenen Jahren sichtbar verändert. Davon profitieren auch Studierende und Nachwuchsforschende, denn „Vorbilder sind entscheidend“, so Jessy Duran Ramirez, Doktorandin und Co-Präsidentin der MNF-EDI-Kommission. „Wenn Studierende und Nachwuchsforschende Menschen sehen, die ihre Hintergründe teilen und erfolgreich sind, stärkt das Motivation, Durchhaltevermögen und Selbstvertrauen.“ ce/mm

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