Ministertreffen in Davos spurt Kompromiss für WTO-Konferenz vor

22 Januar 2026 15:13

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Davos GR - Die Handelsministerinnen und -minister von 21 Ländern haben an einem informellen Treffen Kompromisse für die nächste Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO) vorbereitet. Auf Einladung von Bundespräsident Guy Parmelin beteiligten sich etwa China, die EU, Japan und die USA.

(CONNECT) Bundespräsident Guy Parmelin hat laut einer Mitteilung am 22. Januar am Rand des Weltwirtschaftsforums (World Economic Forum/WEF) in Davos die Handelsministerinnen und -minister aus 21 Ländern zu einem informellen Treffen eingeladen. Daran nahmen mit China, der EU, Japan und den USA, aber auch Ägypten, Argentinien, Grossbritannien, Südafrika und Südkorea die wichtigsten Handelsmächte der Welt teil.

Das Treffen sollte die 14. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation vorbereiten, das Ende März in Yaoundé in Kamerun stattfindet. Dabei ging es namentlich um Themen wie das geplante Übereinkommen zur Erleichterung von Investitionen im Dienste der Entwicklung sowie das Moratorium gegen Zölle auf elektronische Übermittlungen, bei denen sich bereits Kompromisse abzeichnen.

Die WTO befinde sich an einem kritischen Punkt in Bezug auf ihre Glaubwürdigkeit, fasste Parmelin die Diskussionen zusammen. Die 14. Ministerkonferenz solle auch darüber diskutieren, wie das regelbasierte multilaterale Handelssystem gestärkt und gesichert werden könne. Die Nicht-Diskriminierung müsse nach Ansicht der meisten Teilnehmenden des informellen Treffens in Davos eine Grundlage des Handelssystems bleiben. Einige Minister hätten aber angeregt zu prüfen, wie das Prinzip der Meistbegünstigung zur Sicherung der Gleichheit der Wettbewerbsbedingungen genutzt werden könne.

Die für die Aussenwirtschaft zuständigen Bundesräte laden bereits seit mehreren Jahrzehnten zu informellen Ministerkonferenzen am Rande des WEF in Davos ein. ce/ug

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