Fossile Infrastruktur soll Rohstoffe für Energiewende liefern

29 Juli 2026 10:16

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Innovation Zürich

Dübendorf ZH - Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) untersuchen, inwieweit bestehende fossile Infrastruktur Rohstoffe für die Energiewende liefern kann. Vor allem Stahl und Kupfer könnten vielversprechende Quellen sein.

(CONNECT) Um von fossiler auf erneuerbare Energie umzurüsten, muss eine neue Infrastruktur aufgebaut werden. Dieser Neubau benötigt wiederum neue Rohstoffe und Bauelemente. Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf untersuchen, inwieweit bestehende fossile Infrastruktur Rohstoffe für die Energiewende liefern kann. Das Team aus der Abteilung Technologie und Gesellschaft analysierte laut einer Mitteilung 22 unterschiedlichen Materialien, die in den heute bestehenden Kohleminen, Öl- und Gasplattformen, fossilen Kraftwerken sowie grossen Pipelines enthalten sind.

„Um das Potenzial dieser ‚urbanen Mine‘ zu verstehen, müssen wir zuerst wissen, welche Materialien darin vorkommen“, wird Hauke Schlesier, Forscher an der Empa und Erstautor einer jetzt vorliegenden Studie, in der Mitteilung zitiert. Besonders die beiden Rohstoffe Kupfer und Stahl stachen als wertvolle Rohstoffe heraus: „Kupfer kommt in Transformatoren und Kabeln zum Einsatz, während Stahl für strukturelle Elemente verwendet wird“, so Schlesier.

Ein Rezyklieren der beiden Rohstoffe ist schon deswegen sinnvoll, weil mit dem Wiedergewinnen von Stahl die Emission von Feinstaub, Kohlendioxid und Schlacke und beim elektrochemischen Rückgewinnen von Kupfer die giftigen Abfälle der Primärproduktion weitgehend vermieden werden. Zudem schätzt die Studie ein, dass bis 2050 Folgekosten für Umwelt- und Gesundheitsschäden der Primärgewinnung von bis zu zwischen 4 und 11 Billionen Dollar eingespart werden könnten, wie es von Schlesier heisst. Die Studie wurde jüngst in der Fachzeitschrift Nature Communications publiziert. ce/ww

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