Empa stärkt Schweizer Raumfahrtindustrie
30 Oktober 2025 13:05
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(CONNECT) Lorenz Herrmann streicht in einem Gespräch mit „Empa Quarterly“ heraus, dass es für die Materialforschung der Empa zahlreiche Berührungspunkte mit der Weltraumforschung gibt. Wie das Direktoriumsmitglied der Empa in der aktuellen 89. Ausgabe der Vierteljahresschrift ausführt, seien im rapide wachsenden Markt der Weltraumtechnologien und -anwendungen Partnerschaften wie etwa durch die noch junge Mitgliedschaft der Empa im Center for Space and Aviation Switzerland and Liechtenstein elementar. Um gegenüber den wichtigsten Akteuren Europäische Weltraumorganisation (ESA) und National Aeronautics and Space Administration (NASA) sichtbar zu werden, „ist eine gewisse kritische Masse unabdingbar, die wir uns durch diese Partnerschaft erhoffen“, so Herrmann, der auch das Empa-Departement Moderne Materialien und Oberflächen sowie den Empa-Forschungsschwerpunkt Nanoskalige Materialien und Technologien leitet.
Primäres Ziel sei der Zugang zum neuen Markt der New Space Economy: „In diesem Bereich werden in Zukunft auch Schweizer Firmen zahlreiche neue Produkte und Anwendungen entwickeln, und da möchten wir als Empa über diese Allianz natürlich mit dabei sein“, sagt Herrmann. Dafür hält er die Empa durch ihre enorme Kompetenz bei Materialien und der Translation, also der Übersetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in praktische Anwendungen, für bestens gerüstet. Seit Mai gibt es eine weitere Verbindung über das neue European Space Deep-Tech Innovation Centre Switzerland, das von der ESA in Zusammenarbeit mit dem Paul Scherrer Institut im Park Innovaare eröffnet wurde und dessen Advisory Board Herrmann angehört. Ziel ist auch hier, die Forschungszusammenarbeit mit der ESA zu stärken.
Durch die fast 25-jährige Partnerschaft mit der Universität Bern ist die Empa in zahlreichen ESA-Projekten involviert, „und das läuft auch sehr gut“. Ein weiterer Beitrag in „Empa Quarterly“ über Empa-Beteiligungen im Weltall dokumentiert, dass eine ESA-Weltraummission mit Komponenten für Messinstrumente aus Dübendorf bereits erfolgreich abgeschlossen ist. Drei weitere Empa-Komponenten sind derzeit im All unterwegs und zwei weitere befinden sich in Vorbereitung. Wie Herrmann weiter ausführt, sei auch die räumliche Nähe zum Innovation Park Zurich „gleich um die Ecke hier in Dübendorf“ sehr vorteilhaft. ce/mm
