Lonza baut Zusammenarbeit mit Moderna aus

29. April 2021 13:46

Basel/Visp VS - Lonza, weltgrösster Auftragsfertiger für die Pharma- und Biotech-Industrie, wird am Standort Visp drei weitere Produktionslinien für den COVID-19-Impfstoff von Moderna einrichten. Damit soll die Menge der dort hergestellten Dosen noch einmal verdoppelt werden.

Lonza und das Biotechnologieunternehmen Moderna weiten ihre Zusammenarbeit aus. Im Mai vergangenen Jahres haben beide Unternehmen einen Partnerschaftsvertrag mit zehnjähriger Laufzeit geschlossen. Er sollte an den Lonza-Standorten in Amerika und in Visp die Herstellung von bis zu 1 Milliarde Dosen des mRNA-Anti-COVID-Impfstoffs von Moderna pro Jahr ermöglichen. Seitdem hat Lonza drei Produktionslinien in Visp und eine im amerikanischen Portsmouth installiert.

Die erweiterte Zusammenarbeit sieht laut einer Medienmitteilung von Lonza die Installation von drei zusätzlichen Produktionslinien in Visp vor. Sie sollen voraussichtlich Anfang 2022 in Betrieb gehen. Damit wird die aktuelle Wirkstoffproduktion für den COVID-19-Impfstoff von Moderna an diesem Standort verdoppelt.

Die Rekrutierung dafür habe bereits begonnen. Spezialisierte Mitarbeitende sollen am internationalen Markt und in der Schweiz gewonnen werden. Schon im März 2021 habe Lonza eigenen Angaben zufolge die höchste Zahl neuer Mitarbeitender verzeichnet, die weltweit je eingestellt wurde. Zudem hatte Lonza am 23. April bereits den Neubau eines Produktionskomplexes für kleine Moleküle angekündigt.

Das Unternehmen habe Lehren aus dem ersten Aufbau der Wirkstoffproduktion von Moderna gezogen und sei zuversichtlich, dass es die Inbetriebnahme der neuen Anlagen beschleunigen könne. Damit spielt Lonza darauf an, dass es nach dem Vertragsschluss vor einem Jahr acht Monate gedauert hat, bis die Produktionslinien in Visp in Betrieb gehen konnten. mm

Aktuelles im Firmenwiki