Cellvie nimmt weitere 5,5 Millionen Dollar ein

06. Februar 2023 14:31

Zürich - Cellvie hat im Rahmen seiner laufenden Finanzierungsrunde weitere 5,5 Millionen Dollar Kapital erhalten. Damit will das auf die Transplantation von Mitochondrien fokussierte Biotech-Unternehmen diese neue Behandlungsmethode zur Serienreife bringen.

Cellvie hat eine zusätzliche Finanzierungsrunde in Höhe von 5,5 Millionen Dollar abgeschlossen. Einer Medienmitteilung zufolge wird sie von Taiho Ventures LLC aus dem Silicon Valley angeführt. Auch bestehende Investoren haben sich beteiligt, einschliesslich der Karlsruher Kizoo Technology Capital, die bei der Seed-Finanzierungsrunde vorangegangen ist.

Das Biotech-Unternehmen ist eine Ausgliederung aus der Harvard Medical School. Es wurde 2020 in Matzingen TG gegründet und zog 2022 in den Technopark Zürich. Cellvie arbeitet mit einem Ansatz, der in Harvard entwickelt wurde: der Transplantation lebensfähiger Mitochondrien zu therapeutischen Zwecken.

Mit den frischen Mitteln will cellvie die wissenschaftliche Entwicklung seiner Mitochondrien-Plattform beschleunigen und erweitern sowie bis Ende 2023 die organisatorischen Grundlagen für die Aufnahme der Serie A-Finanzierungsrunde schaffen. „Wir haben das enorme Potenzial der therapeutischen Nutzung von Mitochondrien erkannt, insbesondere bei der Krebsbekämpfung“, so Taiho-Chef Sakae Asanuma. Er sei überzeugt, „dass cellvie sehr gut positioniert ist, um in diesem aufstrebenden Bereich eine führende Rolle zu übernehmen“.

Mit einer Mitochondrien-Transplantation wird die Wiederbelebung des Energiestoffwechsels in den Zellen bezweckt, beispielsweise bei einer Unterversorgung mit Sauerstoff, wie sie etwa bei Herzinfarkt, Schlaganfall oder während Organtransplantationen auftritt. „Aufgrund der Erkenntnisse und Behandlungserfolge meiner wissenschaftlichen Mitgründer haben wir Mitochondrien schon immer als potenzielle neue Medikamentenkategorie gesehen“, wird CEO Dr. Alexander Schüller zitiert. Um deren Potenzial auszuschöpfen, habe sich cellvie in den vergangenen beiden Jahren auf die Entwicklung eines allogenen Standardprodukts und neue Anwendungen in der Gentherapie und bei Altersdemenz konzentriert. mm

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