Roboter sollen Abfall aus Flüssen sortieren

02. Juli 2021 14:34

Zürich - Studierende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich arbeiten an neuen Technologien zur automatisierten Entfernung von Abfall aus Flüssen. Bei einem Testprojekt auf der Limmat kommt nun unter anderem ein Roboter zum Einsatz, der den gesammelten Abfall sortieren soll.

Studierende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) wollen gegen die Verschmutzung der Weltmeere vorgehen. Im Rahmen der Initiative „Autonomous River Cleanup“ suchen sie zunächst nach Lösungen, um Abfälle aus Flüssen automatisiert zu entfernen. „In Flüssen sind die Abfälle eher konzentriert und intakt, was ein Entfernen erleichtern kann“, erklärt Fidel Esquivel, ETH-Student und Gründungsmitglied der Initiative, in einer Mitteilung.

In den vergangenen Jahren haben die Studierenden im Rahmen der Initiative mehrere Lösungen im Labor analysiert. Nun sollen diese erstmal auch in einer realen Umgebung getestet werden. Dafür wird eine Testanlage auf der Limmat auf Höhe des Zürcher Platzspitz aufgebaut.

Mittels Kameras an der Walchebrücke wird zunächst die Menge und Zusammensetzung des Abfalls im Fluss abgeschätzt. Ein schwimmender GPS-Tracker soll zudem den Weg des Abfalls verfolgen. Um den Abfall auf der Testplattform zu sammeln, nutzen die Studierenden ein Förderband. Danach soll ein Roboterarm mit Kamera den Abfall nach Material trennen. Biomasse soll beispielsweise zurück ins Wasser gelangen, damit das Ökosystem so wenig wie möglich belastet wird. Längerfristig sei es das Ziel, dass der Roboter den Abfall auch nach verschiedenen Plastikarten trennt, damit er wiederverwertet werden kann.

Der Test auf der Limmat läuft bis Ende August. Er soll beispielsweise zeigen, ob die eigens programmierten Deep-​Learning-Algorithmen der Studierenden die Objekte richtig erkennen können. Das Ziel sei es, das System so weiterzuentwickeln, dass es so intelligent und energieeffizient wie möglich wird.

Die Initiative wird auch von verschiedenen Industriepartnern unterstützt. Für Technologien, die sich bewähren, wollen die Studierenden individuelle Lösungen für verschiedene Anspruchsgruppen entwickeln. ssp

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