Urbane Entwicklung verbessert in den Emiraten die Luftqualität

11. Mai 2021 09:30

Abu Dhabi - Die Urbanisierung soll nach neuesten Forschungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu einer Verbesserung der Luftqualität beigetragen haben. Einerseits weil weniger Schmutzpartikel durch den Wind transportiert werden, und andererseits soll der Regen ein Mitgrund sein.

Wissenschaftler der Khalifa University of Science and Technology in Abu Dhabi haben herausgefunden, dass urbane Entwicklung die Luftqualität verbessern kann, wie aus einem Artikel der Zeitung „The National“ hervorgeht. In einer neuen Studie haben die Wissenschaftler Daten aus einem Zeitraum von 14 Jahren – seit 2006 – analysiert und festgestellt, dass die Aerosol-optische Dicke, eine Messeinheit für die Gesamtmenge von Partikeln in der Luft, in den Vereinigten Arabischen Emiraten nachgegeben hat.

Auch wenn urbane Entwicklung kurzfristig zu einer Luftverschmutzung führen könne, würde sie langfristig zu einer Verbesserung führen, insbesondere durch Grünflächen, die durch die Entwicklungsprojekte entstehen, so Dr. Diana Francis. Sie ist eine der Studienautoren und leitet das Environmental and Geophysical Sciences Lab der Khalifa University. Laut Francis führen urbane Entwicklungsprojekte dazu, dass weniger Oberflächen dem Wind ausgesetzt sind. Indem somit weniger Partikel vom Wind transportiert werden können, reduzieren sich die Emissionen.

Als weiteren möglichen Grund für die Verbesserung haben die Wissenschaftler zudem die während der vergangenen 14 Jahre zugenommenen Regenfälle ausgemacht. Zudem weisen sie auf Veränderungen in der Nutzung von Land hin.

Die in der Studie verwendeten Daten zur Aerosol-optischen Dichte, welche auch durch den Menschen verursachte Verschmutzungen umfassen, sind an zwei verschiedenen Standorten in Abu Dhabi erhoben worden, einer an der Küste und einer im Landesinneren. Mineralstaub war dabei die am häufigsten gemessene Partikelart. Laut den Forschungen war die Aerosol-optische Dichte im Frühling und Sommer jeweils höher. Dies wird zum Teil mit Südwestwinden begründet, die in diesen Jahreszeiten Partikel transportiert haben. Die Aerosoldichte war zwar im Winter niedriger, trotzdem war der Verschmutzungsgrad in kälteren Jahreszeiten höher. em

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