Swiss schreibt im dritten Quartal schwarze Zahlen

03. November 2021 11:53

Kloten ZH - Swiss International Air Lines (Swiss) hat im dritten Quartal 2021 wieder ein positives operatives Ergebnis erwirtschaftet. Hintergrund sind saisonal starke Sommermonate und erhebliche Kostensenkungen. Für das Gesamtjahr rechnet Swiss weiterhin mit einem hohen Verlust.

Swiss habe im dritten Quartal 2021 einen „leicht positiven Ergebnisbeitrag“ in Höhe von 6,7 Millionen Franken realisiert, informiert die Fluggesellschaft in einer Mitteilung. Im Vorjahresquartal hatte Swiss hier einen Verlust von 148,3 Millionen Franken verbucht. Swiss führt die Rückkehr in die schwarzen Zahlen auf saisonal starke Sommermonate und erhebliche Kosteneinsparungen zurück. In den ersten neun Monaten insgesamt lief jedoch ein Verlust von 391 Millionen Franken auf.

Von Juli bis September erreichte das Angebot von Swiss rund 55 Prozent der Vorkrisenkapazität. „Es ist uns in den Sommermonaten gelungen, die erhöhte Kapazität abzusetzen und die Kosten weiter zu senken“, wird Swiss-Finanzchef Markus Binkert in der Mitteilung zitiert. „Dennoch liegt der Ergebnisbeitrag weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenwert.“ Die Fluggesellschaft rechnet zudem mit einer wieder schwächeren Auslastung im vierten Quartal. Für das Gesamtjahr geht Swiss weiterhin von einem beträchtlichen Verlust aus.

Das in Reaktion auf die Pandemie eingeleitete Restrukturierungsprogramm schreite planmässig voran, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Mit ihm will Swiss die Kosten dauerhaft um 500 Millionen Franken senken. Dazu baut die Fluggesellschaft ihre Flotten für Lang- und Kurzstrecken ab und reduziert den Einsatz von Flugzeugen anderer Unternehmen für Swiss. Zudem sollen neue Flugzeuge nur verzögert eingeflottet werden.

„Aufgrund der niedrigeren Kostenbasis haben wir mehr Flexibilität bei der Ertragssteuerung und können so unser Angebot planmässig weiter hochfahren“, erläutert Swiss-CEO Dieter Vranckx in der Mitteilung. Finanzchef Binkert geht davon aus, „dass wir unser Angebot im kommenden Jahr auf mindestens 70 Prozent von vor der Krise erhöhen können“. hs

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