Kühne+Nagel verbucht Rekordergebnis

03. März 2021 14:40

Schindellegi SZ - Die Pandemie hat die Umsätze der Kühne+Nagel-Gruppe 2020 beeinträchtigt. Beim Betriebsergebnis wurde hingegen ein Rekord von 1,07 Milliarden Franken verbucht. Das Unternehmen konnte besonders von seinen Angeboten für die Impfstofflogistik profitieren.

Einer Mitteilung der Kühne+Nagel-Gruppe zufolge hat das Schwyzer Logistikunternehmen im Geschäftsjahr 2020 einen Nettoumsatz in Gesamthöhe von 20,38 Milliarden Franken erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 3,4 Prozent. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte im selben Zeitraum um 0,8 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 1,07 Milliarden Franken zu. Als Reingewinn wurden 789 Millionen Franken ausgewiesen, das sind 1,4 Prozent weniger als 2019.

„Wir konnten das Jahr 2020 mit einem operativen Rekordergebnis abschliessen – dies zeigt, wie stark und krisenfest unser Unternehmen ist“, wird Jörg Wolle, Präsident des Verwaltungsrats der Kühne + Nagel International AG, in der Mitteilung zitiert. Die vor Kurzem angekündigte Übernahme der Mehrheit an dem asiatischen Logistikdienstleister Apex wird von Wolle dort als bedeutender Meilenstein „im Hinblick auf die weltweit am schnellsten wachsende Wirtschaftsregion Asien“ bezeichnet. 

Im Berichtsjahr hatte Kühne+Nagel insbesondere von seinen Angeboten für die Impfstofflogistik profitiert. Hier verfüge die Gruppe weltweit über 240 zertifizierte Standorte mit insgesamt mehr als 3000 Logistikspezialisten, heisst es in der Mitteilung. Unternehmensangaben zufolge agiert Kühne+Nagel in Europa, Asien, dem Nahen Osten, Afrika und Teilen Amerikas als Partner von Moderna und ist an der Verteilung diverser Impfstoffe gegen das Coronavirus auf der letzten Meile beteiligt.

Die Luftfracht habe sich „als die bevorzugte Transportlösung in der Bewältigung der Covid-19-Krise erwiesen“, erläutert Kühne+Nagel in der Mitteilung weiter. Die Umsätze in diesem Geschäftsbereich stiegen im Jahresvergleich um 11,6 Prozent auf 5,19 Milliarden Franken an. Bei der Seefracht musste hingegen ein Rückgang von 4,9 Prozent auf 7,09 Milliarden Franken verbucht werden. Die Umsätze in den Landverkehren fielen mit 3,22 Milliarden Franken um 10,2 Prozent geringer als im Vorjahr aus. hs

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