Kantone wollen volle Teilnahme an Erasmus+

02. März 2021 12:39

Bern - Die Konferenz der Kantonsregierungen fordert eine Vollassoziierung der Schweiz beim EU-Bildungsprogramm Erasmus+. Sie stimmen dem vom Bundesrat verabschiedeten Verhandlungsmandat daher zu, wollen durch die Teilnahme entstehende Belastungen aber verhindern.

Die Konferenz der Kantonsregierungen (KDK) stimmt laut einer Medienmitteilung sowohl dem von Bundesrat verabschiedeten Verhandlungsmandat für Erasmus+ als auch dessen Eckwerten zu. Der Bundesrat hatte erklärt, Verhandlungen mit der Europäischen Union über eine Teilnahme der Schweiz an Erasmus+ aufnehmen zu wollen und hatte das Verhandlungsmandat den Kantonen zur Konsultation unterbreitet. Diese haben sich nun für eine Vollassoziierung an Erasmus+ ausgesprochen.

Die Schweiz und ihr Bildungssystem würden von einer umfassenden und vollständigen Beteiligung am Programm für Bildung, Jugend und Sport profitieren, erklären die Kantone. Für den Fall einer Assoziierung fordern sie den gleichen Zugang und die gleichen Teilnahmebedingungen wie für EU-Mitglieder ein. Darüber hinaus wünschen sich die Kantone zwei Ergänzungen. Einerseits dürfe die Teilnahme an Erasmus+ „nicht zu Lasten der Finanzen der Kantone oder der Bildungsbudgets des Bundes gehen“. Und andererseits möchten die Kantone von Anfang an Teil der Schweizer Verhandlungsdelegation sein.

Die Verhandlungen mit der EU beziehen sich auf die nächste Generation von Erasmus+, welche den Zeitraum von 2021 bis 2027 abdeckt. Für diese Zeit werden die Mittel von 14 Milliarden Euro auf 26 Milliarden Euro aufgestockt. Im Zeitraum zwischen 2014 und 2020 hat es das Programm 4 Millionen Menschen ermöglicht, im Ausland zu studieren, sich weiterzubilden oder Berufserfahrungen zu sammeln. jh

Aktuelles im Firmenwiki