In Deutschland wird die Herkunft von Fleisch gekennzeichnet

02. Februar 2024 09:58

Berlin - Die Kennzeichnungspflicht zur Herkunft von Fleisch und Geflügel ist in Deutschland seit dem 1. Februar 2024 in Kraft. Das Gesetz soll nach Ansicht der Bundesregierung den Intentionen der Landwirtinnen und Landwirte entsprechen und diesen regional bessere Marktchancen gewähren.

In Deutschland gilt seit dem 1. Februar 2024 eine einheitliche Pflicht zur Kennzeichnung der Herkunft von Fleisch und Geflügel. Laut einer Medienmitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) muss an Verkaufsstellen verpflichtend gekennzeichnet werden, woher nicht vorverpacktes frisches, gekühltes oder gefrorenes Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch stammt. Bislang galt die Regelung nur für unverpacktes Rinderfleisch sowie bei verpacktem Fleisch.

„Wer im Supermarkt, beim Metzger oder auf dem Wochenmarkt einkauft, erkennt jetzt auf einen Blick, ob das Fleisch aus Deutschland oder dem Ausland stammt“, wird Bundesminister Cem Özdemir in der Mitteilung zitiert, „Kundinnen und Kunden können sich damit bewusst für heimische Produkte entscheiden und so unsere deutsche Landwirtschaft unterstützten. ‚Made in Germany‘ steht nicht nur für Qualität, sondern auch für höhere Tierschutz- und Umweltstandards im Vergleich zu vielen anderen Ländern.“

Die Kennzeichnungsverordnung soll vor allem kleinen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben helfen, besser am Markt bestehen zu können.

Die neue Verordnung ist Teil der Farm-to-Fork-Strategie der EU-Kommission. Die EU-Kommission prüft derzeit, verpflichtende Herkunftsangaben auf weitere Lebensmittel auszuweiten. ce/ww

Aktuelles im Firmenwiki