Das anspruchsvolle globale Markumfeld hat Spuren im Betriebsergebnis der weltweit aktiven Hilti Gruppe hinterlassen. Bild: zVg/Hilti

Hilti kämpft mit Margenrückgang

23. September 2022 11:39

Schaan - Hilti hat seinen Umsatz in den ersten acht Monaten 2022 im Jahresvergleich um 6 Prozent auf über 4 Milliarden Franken gesteigert. Betriebs- und Reingewinn fielen dagegen deutlich geringer als im Vorjahr aus. Hintergrund sind gestiegene Kosten und Investitionen in das Softwaregeschäft.

Die Hilti Gruppe hat in den ersten acht Monaten 2022 Umsätze in Gesamthöhe von 4,11 Milliarden Franken erwirtschaftet, informiert der weltweit aktive Werkzeughersteller aus Schaan in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 6,1 Prozent. Das von allen Marktregionen der Gruppe gestützte Umsatzwachstum fiel mit 15,8 Prozent in Lokalwährungen am stärksten in der Region Amerika aus. 

Das Betriebsergebnis lag mit 392 Millionen Franken hingegen um 36,1 Prozent unter dem Wert der Vorjahresperiode. Der Reingewinn ging gleichzeitig um 38,6 Prozent auf 286 Millionen Franken zurück. Als Hintergrund werden in der Mitteilung Probleme in den globalen Lieferketten, der Krieg in der Ukraine, negative Währungseffekte und Investitionen von Hilti in den Aufbau des Softwaregeschäfts genannt. 

„Wir unternehmen massive Anstrengungen, um den Margenrückgang zu begrenzen, der durch die enormen Kostensteigerungen in unserer Lieferkette verursacht wird, während wir die hohen strategischen Investitionen fortsetzen, insbesondere in unser Softwaregeschäft“, wird Christoph Loos in der Mitteilung zitiert. Der Hilti-CEO rechnet aber bis Ende Jahr mit einem Umsatzwachstum von über 10 Prozent in Lokalwährungen sowie einer Beschränkung des Rückgangs des Betriebsergebnisses auf unter 15 Prozent. Loos stützt sich dabei auf eine Verschiebung der Umsätze ins letzte Quartal, die durch die Einführung der neuen Akku-Plattform Nuron in Europa bedingt ist. Sollte die Ergebnisverbesserung erreicht werden, entspräche dies „unserer Profitabilität von 2019, also vor Coronakrise und Software-Investitionen“, erläutert der Unternehmenschef. hs 
 

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