Finanzsektor ist zentrale Stütze der Schweizer Wirtschaft

23. November 2021 15:02

Basel - Das Forschungsinstitut BAK Economics sieht den Finanzsektor als einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Mit seiner Versorgungsfunktion sei er eine zentrale Stütze der Schweizer Wirtschaft. Das geht aus einer Wirkungsanalyse zum Schweizer Finanzsektor hervor.

Der Finanzsektor ist von doppelter Bedeutung für die Schweizer Wirtschaft. Laut einer Wirkungsanalyse des Basler Wirtschaftsforschungsinstituts BAK Economics im Auftrag der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) und des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) habe sich der Sektor mit seiner Versorgungsfunktion, welcher er während der Corona-Krise in besonderem Masse nachkam, als zentrale Stütze der Wirtschaft erwiesen. Seine Bedeutung als Wirtschaftsfaktor wird aus der mit ihm verbundenen Bruttowertschöpfung ersichtlich. Mit der Tätigkeit des Finanzsektors seien 2020 entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine Bruttowertschöpfung von 95,5 Milliarden Franken und 430’600 Vollzeitstellen verbunden gewesen, heisst es in einer Medienmitteilung zu der Analyse.

Allein auf den Finanzsektor bezogen belief sich die Bruttowertschöpfung auf 66,5 Milliarden Franken. Das waren 2020 insgesamt 10 Prozent der gesamten Schweizer Wirtschaftsleistung. Es gab 2020 über 224’000 Vollzeitstellen direkt im Finanzsektor. Hinzu kommen laut der Analyse indirekte Wertschöpfungseffekte wie Anschlussaufträge oder Konsumausgaben der Beschäftigten von 29 Milliarden Franken und mehr als 206’000 Vollzeitstellen.

Zur Kennzeichnung des Finanzsektors als zentrale Stütze der Wirtschaft, heisst es erläuternd in der Mitteilung, die Versorgung der Wirtschaft und der Bevölkerung mit Finanz- und Versicherungsdienstleistungen gehöre zur zentralen Infrastruktur einer intakten Volkswirtschaft. Diese Funktion hätten die Banken erfüllt, etwa mit der Abwicklung des COVID-19-Kreditprogramms. Jedes vierte Unternehmen beantragte einen Überbrückungskredit. Insgesamt seien 16,9 Milliarden Franken ausbezahlt worden. Versicherungen zahlten Unternehmen für finanzielle Verluste 2020 mit 1,3 Milliarden dreimal so viel aus wie 2019. gba 

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