Ein Drittel der Bauernhöfe arbeitet teils digital

23. November 2021 13:56

Bern - Die Digitalisierung hält auch in bäuerlichen Betrieben Einzug – aber zögerlich. Wie die Landwirtschaftliche Betriebszählung 2020 des Bundesamts für Statistik belegt, setzen 28 Prozent der Höfe das Smartphone ein. Die digitale Vernetzung steht noch ganz am Anfang.

Mehr als ein Drittel der Schweizer Landwirtschaftsbetriebe (37 Prozent) setzt auf dem Hof in irgendeiner Form digitale Technologien ein. Dabei ist das Smartphone der Spitzenreiter. Für mehr als jede vierte betriebsleitende Person (28 Prozent) ist es bei Entscheidungen ein wichtiges Instrument, etwa bei der Erkennung von Krankheiten oder bei der Steuerung und Kontrolle des Stallklimas. Auch zur Fütterung oder zur Bewässerung werden Smartphone-Anwendungen genutzt. Das geht aus der Landwirtschaftlichen Betriebszählung 2020 des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor.

Für Arbeiten auf dem Feld werden digitale Technologien in 14 Prozent der Betriebe verwendet. Doch der Einsatz von Drohnen steht dort laut einer Medienmitteilung noch am Anfang (2 Prozent). Dagegen nutzen schon 20 Prozent der befragten Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter digitale Hilfsmittel zur Unterstützung in der Tierhaltung, etwa bei der Identifikation von Tieren vor der Fütterung. Für Herdenmanagement, Behandlungsjournale und Feldkalender setzen 23 Prozent digitale Anwendungen ein.

Lediglich 4 Prozent schätzen ihren Betrieb als „intelligent vernetzt“ ein. Nur 2 Prozent sind mit einem zentralen System verbunden, das mehrere Betriebszweige verwaltet. 35 Prozent der Befragten wollen in den nächsten ein bis drei Jahren in die Digitalisierung investieren, 12 Prozent davon erstmalig. Träte das tatsächlich ein, so wird laut BFS in drei Jahren schon jeder zweite Betrieb digitale Technologien verwenden.

Insgesamt 62 Prozent aller Betriebe haben sich mit einer innerbetrieblichen Tätigkeit diversifiziert. 2010 waren es noch 45 Prozent. Der Direktvertrieb ab Hof nahm von 2010 bis 2020 von 12 Prozent auf 26 Prozent zu. 66 Prozent der Bäuerinnen verfügen über ein eigenes AHV-Konto. Die übrigen 34 Prozent sind über die Betriebsleitung bei der AHV versichert. mm

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