Deloitte erhält Swiss LGBTI-Label

21. Juni 2022 13:16

Zürich - Deloitte Schweiz hat in dieser Woche das Swiss LGBTI-Label verliehen bekommen. Der Wirtschaftsprüfer hat ausserdem in einer weltweiten Umfrage ermittelt, dass die queere Gemeinschaft trotz aller Fortschritte in ihren Unternehmen auch Diskriminierung erlebt.

Deloitte Schweiz darf seit dieser Woche das Swiss LGBTI-Label führen. Dieses Qualitätssiegel zeichnet Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Verwaltungen in der Schweiz aus, die sich für die innerbetriebliche Gleichberechtigung von LGBTI-Personen einsetzen. Das Akronym steht für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender und Intersexual.

„Ich bin stolz darauf, dass Deloitte Schweiz für ein vielfältiges, gleichberechtigtes und inklusives Arbeitsumfeld steht“, wird CEO Reto Savoia in einer Medienmitteilung zitiert. Die nachhaltigen kulturellen Veränderungen im Unternehmen seien Ergebnis einer Vielzahl von Massnahmen. So sei etwa das Angebot für berufstätige Eltern wie verlängerter Elternurlaub und Reduzierung der Arbeitszeit auf nicht-gebärende, gleichgeschlechtliche und Trans-Eltern ausgeweitet worden.

Gleichzeitig mit dem Erhalt dieses Siegels hat Deloitte die Ergebnisse seiner im Februar durchgeführten Umfrage mit dem Titel LGBT+ Inclusion@Work veröffentlicht. Sie wurde unter 600 Mitgliedern der queeren Gemeinschaft aus Unternehmen in zwölf Ländern durchgeführt. Die Schweiz war nicht darunter, die Ergebnisse seien aber vergleichbar.

Insgesamt 80 Prozent gaben an, dass ihr Unternehmen Massnahmen zur Inklusion von LGTB+ eingeführt hat. 42 Prozent berichteten von verletzenden Verhaltensweisen am Arbeitsplatz. Fast zwei Drittel von ihnen meldeten die Vorfälle, sechs von zehn waren mit der Reaktion zufrieden.

Führungskräfte müssten sich laut Deloitte noch mehr dafür einsetzen, dass sich alle Personen bei der Arbeit wohlfühlen und ein Umfeld schaffen, in dem nicht-integratives Verhalten von niemandem toleriert wird sowie die sichtbare Unterstützung fördern und kommunizieren. mm

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