Climeworks testet CO2-Speicherung im Oman

19. Mai 2021 14:06

Zürich/Maskat - Climeworks und 44.01 erkunden gemeinsam das Potenzial zur Speicherung von CO2 aus der Luft im Oman. Geologische Gegebenheiten und erneuerbare Energie im Überfluss machen das Land auf der Arabischen Halbinsel zu einem idealen Testort.

Climeworks testet gemeinsam mit 44.01 im Sultanat Oman die Möglichkeiten zur Abscheidung von CO2 aus der Luft und dessen anschliessender Speicherung im dort vorkommenden Peridotit. „Die geologischen Bedingungen sowie die hohe Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie machen dies zu einem perfekten Standort für Tests, bevor wir unser Technologie-Portfolio erweitern“, so Co-CEO und Mitgründer von Climeworks, Christoph Gebald, in einer Medienmitteilung.

Peridotit eigne sich hervorragend zur Speicherung von Kohlendioxid, heisst es dort weiter. Der Oman berge das Potenzial, Billionen Tonnen CO2 dauerhaft und sicher in Peridotit-Formationen zu speichern. Zudem betreibe 44.01 seinen Prozess mit Solarenergie und Biokraftstoff, der aus lokaler Kreislaufwirtschaft stammt.

Wissenschaftlichen Schätzungen zufolge übersteige das globale Potenzial zur geologischen Speicherung von CO2 alle seit der industriellen Revolution jemals emittierten Treibhausgase. Zudem werde die geologische Mineralisierung in geeigneten Gesteinsformationen wie Peridotit als der sicherste, skalierbarste und dauerhafteste Ansatz zur CO2-Speicherung angesehen, weil es sich um einen natürlichen Prozess handele.

44.01 freue sich sehr, mit Climeworks „an einem so wichtigen Projekt“ zusammenzuarbeiten, heisst es in der Mitteilung von Talal Hasan, Gründer und CEO von 44.01. „Climeworks ist ein Pionier auf dem Gebiet des direkten Abscheidens aus Luft und bringt viel Know-how ein.“ Der Start dieser Anlage sei „ein grosser Schritt nach vorn für die Region, die pro Kopf einige der höchsten CO2-Emissionen der Welt aufweist“. mm

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