Bund gleist Export von CO2 zur Speicherung im Meeresboden auf

22. November 2023 13:33

Bern - Die Schweiz soll ab 2024 CO2 zur Speicherung im Meeresboden exportieren können. Der Bundesrat will dafür eine entsprechende Änderung des Londoner Protokolls ratifizieren. Das Abkommen dient der Verhütung der Meeresverschmutzung.

Die permanente Speicherung von CO2 ist nach Ansicht des Bundesrats für die Erreichung des Netto-Null-Ziels bei den Treibhausabgasen unumgänglich. Dabei soll die Schweiz auch Zugriff auf ausländische Speicher, etwa im Meeresboden, erhalten. An seiner Sitzung vom 22. November hat der Bundesrat daher beschlossen, eine Änderung des Londoner Protokolls zu ratifizieren.

Das Londoner Protokoll von 1996 gehört zu einem 1972 getroffenen Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch das Einbringen von Abfällen. In seiner jetzigen Form verbiete das Protokoll jeglichen Export von Abfällen zur Entsorgung im Meer, erläutert der Bundesrat in einer Mitteilung zur Sitzung. Die 2009 formulierte Änderung nimmt die Speicherung von CO2 im Meeresboden von diesem Verbot jedoch aus.

Eine Ratifizierung der Änderung würde es der Schweiz möglich machen, ab dem kommenden Jahr CO2 zur Speicherung im Meeresboden zu exportieren. Damit könne „eine wichtige Hürde auf dem Weg zur Klimaneutralität“ beseitigt werden, heisst es in der Mitteilung. ce/hs

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