Bund finanziert mit Klimarappen CO2-Reduktion

17. Mai 2022 12:42

Bern - Der Bund und die Stiftung Klimarappen werden bis 2032 Klimaschutzprojekte fördern, die der Atmosphäre dauerhaft CO2 entziehen oder CO2 direkt an der Anlage abscheiden und speichern. Die Mittel dafür stammen aus dem verbliebenen Stiftungsvermögen.

Der Bund und die Stiftung Klimarappen haben sich darüber vereinbart, wie das Restvermögen der Stiftung bis 2032 verwendet werden soll. Die Mittel im Umfang von 50 bis 70 Millionen Franken sollen gemäss einer Medienmitteilung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) vor allem in Klimaschutzprojekte des Privatsektors fliessen, bei denen schwer vermeidbares CO2 der Atmosphäre entweder durch Negativemissionstechnologien (NET) dauerhaft entzogen oder direkt an der Anlage abgeschieden und gespeichert wird (Carbon Capture and Storage, CCS). Mit dieser Vereinbarung wolle die Schweiz ihre Vorreiterrolle bei beiden Technologien festigen. 

Von 2005 bis 2012 hatte die Stiftung Klimarappen unter dem damals geltenden CO2-Gesetz pro Liter Treibstoff 1 bis 1,5 Rappen aufgeschlagen. Damit wurden im In- und Ausland Massnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen finanziert. Seit 2013 erwarb die Schweiz mit den verbliebenen Geldern ausländische CO2-Zertifikate, um die bei der Klimakonferenz in Kyoto vereinbarten Emissionsziele einzuhalten. Die aktuelle Vereinbarung zwischen Bund und Stiftung ersetzt die letzte von 2016.  

Wie das UVEK in der Mitteilung betont, halte der Bundesrat den Einsatz der beiden Technologien NET und CCS für „zwingend notwendig“, um schwer vermeidbare Emissionen auszugleichen und die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto null zu senken. mm

Aktuelles im Firmenwiki