IWB will CO2 mit Kohle speichern

28. Oktober 2019 10:06

Basel - Die Basler Energieversorgerin IWB plant die Errichtung einer Pyrolyse-Anlage. Diese soll Wärme ins Fernwärmenetz einspeisen und gleichzeitig Pflanzenkohle produzieren. Die Pflanzenkohle kann anschliessend zur Speicherung von CO2 genutzt werden.

Die IWB möchte mit dem Bau der Pyrolyse-Anlage auf ihrem Betriebsgelände noch in diesem Jahr beginnen, wie sie in einer Medienmitteilung informiert. Darin wird „bisher ungenutzte minderwertige Biomasse wie zum Beispiel Grünschnitt unter Sauerstoffausschluss verkohlt“. Die dadurch entstehende Pflanzenkohle soll in der Landwirtschaft eingesetzt werden, um die Qualität des Bodens zu verbessern. Das in der Kohle gespeicherte CO2 bleibt im Boden und wird somit dem Kreislauf entzogen. Durch die jährlich zu produzierend Pflanzenkohle in einem Umfang von 570 Tonnen können 1500 Tonnen CO2 langfristig gebunden werden.

Gleichzeitig entsteht bei diesem Pyrolyse-Prozess Wärme. Die IWB will somit ab dem Winter 2020/21 jährlich rund 2,7 Gigawattstunden Wärme in ihr Fernwärmenetz einspeisen. Die IWB ist laut ihrer Mitteilung die erste Schweizer Energieversorgerin, die eine solche Anlage baut. Sie investiert dafür einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. „Mit dieser zukunftsweisenden Anlage gelingt es uns, nicht nur klimaneutrale, sondern sogar klimapositive Wärme zu produzieren“, wird Peter Baumstark zitiert, Leiter Integrierte Energielösungen und Mitglied der Geschäftsleitung bei IWB.

Der Standort der neuen Anlage im Basler Stadtteil Kleinhüningen eignet sich auch aus logistischen Gründen für die Anlage, da sie gut für die Anlieferung der Biomasse geeignet ist. Zudem kann von dort aus die Einspeisung in das Fernwärmenetz umgesetzt werden. Die Anlage habe das Potenzial zum Vorzeigeobjekt, so die IWB. jh

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