Microsoft unterstützt Bug Bounty Switzerland

24. Februar 2021 09:51

Luzern - Die Luzerner Jungfirma Bug Bounty Switzerland will eine Plattform aufbauen, die zwischen ethischen Hackern und Organisationen vermittelt. Das Ziel ist es, Schwachstellen in IT-Systemen aufzudecken. Nun wird Bug Bounty vom IT-Riesen Microsoft unterstützt.

Die Luzerner Bug Bounty Switzerland GmbH will eine sogenannte Bug-Bounty-Plattform in der Schweiz aufbauen. Diese soll ethische Hacker mit Unternehmen und Organisationen zusammenbringen, um Schwachstellen in IT-Systemen aufzudecken. Ethische Hacker suchen solche Schwachstellen in Zusammenarbeit mit den Auftraggebern, damit diese Lücken geschlossen werden können. 

Microsoft will Bug Bounty Switzerland im Rahmen seines Programms Microsoft für Startups bei diesem Vorhaben unterstützen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Zum einen wird Microsoft dem Start-up Zugang zu seiner Expertise in diesem Bereich anbieten. Zum anderen stellt der IT-Riese seine Schweizer Rechenzentren für den Betrieb der Plattform von Bug Bounty Switzerland bereit.

Das Ziel von Bug Bounty Switzerland und Microsoft ist es, eine Schweizer Drehscheibe für die Zusammenarbeit mit ethischen Hackern aufzubauen. Die Kooperation mit ethischen Hackern sei in Schweizer Organisationen noch nicht sehr verbreitet, meint Florian Badertscher, Technologiechef von Bug Bounty Switzerland. Manche Unternehmen arbeiten zwar bereits mit ethischen Hackern zusammen, verwenden dafür aber ausländische Plattformen.

Die Unterstützung von Microsoft „bringt uns unserem Ziel, Bug-Bounty-Programme allen schweizerischen Organisationen und Unternehmen einfach zugänglich zu machen, einen entscheidenden Schritt näher“, wird Sandro Nafzger, CEO von Bug Bounty Switzerland, in der Mitteilung zitiert.

Auch Thomas Winter, Partner Lead und Geschäftsleitungsmitglied von Microsoft Schweiz, äussert sich in der Mitteilung zur Zusammenarbeit. „Cybersicherheit ist die zentrale Herausforderung des digitalen Zeitalters. Ohne sie können die grundlegendsten Menschenrechte wie die Privatsphäre nicht existieren“, betont er. Microsoft habe sich deswegen zum Ziel gesetzt, Unternehmen wie Bug Bounty Switzerland zu unterstützen. 

Bug Bounty Switzerland ist kürzlich auch mit dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) eine strategische Kooperation eingegangen. Als Folge ist Florian Schütz, Delegierter des Bundes für Cybersicherheit und Leiter des NCSC, dem Verwaltungsrat des Start-ups beigetreten. ssp

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