Meyer Burger setzt auf REC

15. August 2019 12:27

Thun - Meyer Burger geht eine strategische Zusammenarbeit mit REC ein. Der Thuner Anlagenbauer gewährt dem norwegischen Solarmodulhersteller die Exklusivität für bestimmte Verbindungstechnologien. Im Gegenzug erhält er eine Gewinnbeteiligung.

Meyer Burger passt sein Geschäftsmodell an. Künftig setzt der Hersteller von Produktionsanlagen für Solarmodulen auf einen einzigen Kunden für bestimmte Heterojunction- und SmartWire-Verbindungstechnologien und gewährt diesem „einen „angemessenen Exklusivitätsschutz“, wie es in einer Mitteilung des Thuner Anlagenbauers heisst. Im Gegenzug soll er am Gewinn beteiligt werden, den der norwegische Solarmodulbauer REC erzielt. Diese Beteiligung soll auf der Basis der Wattpeak-Leistung der verkauften Solarmodule berechnet werden. 

„Diese Zusammenarbeit stellt einen grundlegenden Wandel in der industriellen Dynamik dar und würdigt unsere Spitzentechnologie und unsere kontinuierlichen Bemühungen, die Roadmap der PV-Technologie voranzutreiben“, wird Hans Brändle, CEO von Meyer Burger, in der Mitteilung zitiert. REC ist nach eigenen Angaben der grösste europäische Solarmodulhersteller und gehört über eine Beteiligungsgesellschaft zur ChemChina-Gruppe.

Meyer Burger hat gemäss einer separaten Mitteilung im ersten Halbjahr einen Umsatz von 122,6 Millionen Franken erzielt, ein Rückgang auf vergleichbarer Basis von 36,8 Prozent. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen rutschte 13,2 Millionen Franken ins Minus. Im Vorjahreszeitraum waren es noch plus 29,2 Millionen Franken gewesen.

Das Unternehmen verzichtet darauf, einen Teil der Produktion nach China zu verlagern. Es begründet diese Änderung eines früheren Entscheids mit den „unattraktiven Margen“ im Standardgeschäft mit der Photovoltaik. Stattdessen soll die Photovoltaik künftig im sächsischen Hohenstein-Ernstthal konzentriert werden, dem grössten Standort von Meyer Burger. stk

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