Twitter holt sich Fachwissen aus dem Tessin

14. Juni 2019 14:59

Lugano - Twitter übernimmt Fabula AI, eine Ausgliederung der Universität der italienischen Schweiz. Damit will sich der Internetkonzern im Bereich des maschinellen Lernens stärken. Mit der Technologie von Fabula AI sollen Spam und Missbräuche im sozialen Netzwerk erkannt werden.

Twitter hat das Jungunternehmen Fabula AI übernommen. Dabei handelt es sich um eine Ausgliederung aus der Universität der italienischen Schweiz (USI), die derzeit in London ansässig ist. Fabula AI nutzt das maschinelle Lernen, um Fehlmeldungen zu erkennen.

Mit den Algorithmen von Fabula AI können laut einem Blogbeitrag von Twitter-Technologiechef Parag Agrawal sehr grosse und komplexe Datensätze analysiert werden, die Beziehungen und Interaktionen beschreiben. Auf diese Weise können Signale extrahiert werden, die mit keiner anderen Technologie erkennbar sind. Mit der Technologie will Twitter Spam oder Missbräuche in seinem sozialen Netzwerk erkennen. Insgesamt soll so ein besseres Umfeld für Nutzer geschaffen werden.

Fabula AI wurde 2018 von Michael Bronstein, Damon Mannion, Federico Monti und Ernesto Schmitt gegründet. Heute wird das Start-up von Mitbegründer und Chefwissenschaftler Michael Bronstein und Technologiechef Federico Monti geleitet, die ihre Zusammenarbeit an der USI begonnen haben.

„Wir freuen uns sehr, mit dem Machine-Learning-Forschungsteam Twitter beizutreten, um das Team und seine Fähigkeiten zu erweitern. Insbesondere freuen wir uns darauf, unsere Graph-Deep-Learning-Techniken anzuwenden, um den Zustand der Konversation im gesamten Dienst zu verbessern“, so Bronstein. ssp

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