Rheinhäfen steigern Umschlag deutlich

05. Februar 2020 13:32

Basel - Die Schweizerischen Rheinhäfen haben ihren Umschlag 2019 um 29 Prozent gesteigert. Damit machen sie die grossen Verluste von 2018 wieder wett. Namentlich die Importe von Treibstoffen haben deutlich zugelegt. Der Containerverkehr erreichte einen neuen Rekord.

Die Schweizerischen Rheinhäfen sind 2019 wieder zur Normalität zurückgekehrt. Sie haben im gesamten Jahr 6,1 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Das sind 29,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor, das durch rekordniedrige Wasserstände und wochenlange Unterbrechungen gekennzeichnet war. 

Der schiffseitige Containerverkehr stieg um 1,9 Prozent auf 121‘366 Containereinheiten, ein neuer Rekord. Allerdings ging dieser Rekord nur auf gestiegene Importe und auf Transporte von Steinen, Erden und Baustoffen zurück. Der Exportverkehr nahm um 3,3 Prozent auf noch 43‘038 Containereinheiten ab.

Der grosse Anstieg des Güterumschlags wurde vor allem durch die gestiegenen Importe von Treib- und Brennstoffen getrieben. Die Rheinhäfen schlugen 2,8 Millionen Tonnen um. Das war 1 Million Tonnen oder 60 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Rheinhäfen rechnen damit, dass sie auch langfristig die Versorgung der Schweiz mit Treib- und Brennstoffen sicherstellen müssen. Angesichts der Dekarbonisierung der Wirtschaft sei nicht damit zu rechnen, dass zur einzigen Raffinerie des Landes in Cressier NE eine zweite als Ersatz für die geschlossene Anlage in Colombey VS hinzukommen wird. stk

Aktuelles im Firmenwiki