Schweizer Industrie schrumpft nicht mehr

03. Januar 2020 13:13

Zürich/Aarau AG - Zum Jahreswechsel zeigt der Einkaufsmanager-Index für die Schweizer Wirtschaft einen Aufwärtstrend an. Damit liegt er erstmals seit März 2019 wieder leicht über der Wachstumsschwelle. Der Index für den Dienstleistungssektor gab jedoch erneut nach.

Die Zeichen in der Schweizer Industrie standen im Dezember wieder auf Wachstum. Das zeigt der monatlich erhobene Einkaufsmanager-Index (Purchasing Managers' Index, PMI) an. Er ist ein Gemeinschaftswerk des Fachverbands für Einkauf und Supply Management procure.ch und der Credit Suisse. Erstmals seit März 2019 schloss der PMI mit 50,2 Zählern wieder über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Zeitweise war er bis auf 44,7 Punkte gefallen. Im Durchschnitt lag er 2019 bei 49,1 Punkten. 

Markant war laut einer Medienmitteilung von Credit Suisse vor allem der Taucher im August. Damals fiel der PMI auf den tiefsten Wert seit Juli 2009 – das „Spiegelbild eines äusserst schwierigen Jahres für die Schweizer Industrie“. Die schwache Auslandsachfrage vor allem aus Deutschland, Handelskriege und der Brexit hätten ihren Tribut gefordert. Auch der gegenüber dem Euro nach wie vor überbewertete Franken sei Teil des Problems.

Besonders positiv stimme der höhere Auftragsbestand. Dickere Auftragsbücher liessen in den kommenden Monaten höhere Produktionssteigerungen erwarten. Auch gebe es Anzeichen dafür, dass die Nachfrage im Dezember grösser gewesen sei als erwartet. Wermutstropfen sei der leichte Abbau von Arbeitsplätzen.

Hingegen befinden sich die Dienstleister weiterhin im Aufwind. Zwar hat der PMI des Dienstleistungssektors im Vergleich zum Vormonat an Schwung verloren (-1,2 Punkte). Mit 50,6 Zählern liegt er aber nach wie vor in der Wachstumszone. Doch sank die Auftragslage, während sich gleichzeitig der Personalstand erhöhte. Das lasse „auf einen gewissen Optimismus der Dienstleister für die Zukunft schliessen“. mm

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