Bund unterstützt die Landwirtschaft

01. April 2020 14:56

Bern - Der Bundesrat unterstützt die Landwirtschaft in der Corona-Krise. Er will unter anderem die Einlagerung von Fleisch fördern. Der Schweizer Bauernverband will währenddessen mit einer App die Lebensmittelverschwendung reduzieren.

Die Corona-Krise trifft auch die Landwirtschaft. Das Konsumverhalten der Bevölkerung hat sich mit der Schliessung von Restaurants verändert. Gerade Kalbfleisch, Gitzifleisch und Edelstücke beim Rindfleisch werden grösstenteils über Restaurants verkauft. Dieser Absatz fällt nun weg, wie der Bundesrat in einer Mitteilung schreibt.

Um die Folgen der Corona-Krise für die Landwirtschaft abzufedern und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, hat der Bundesrat nun mehrere Massnahmen beschlossen. So unterstützt er etwa die Einlagerung von betroffenen Fleischsorten mit einem Nachtragskredit über 3 Millionen Franken. Die Mittel werden den Angaben zufolge im Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) kompensiert.

Weiter will der Bundesrat die Importmöglichkeiten flexibilisieren, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Dazu kommen Lockerungen bei der Importkontrolle von Lebensmitteln. Ausserdem wird das Zollkontingent für Konsum-Eier und Butter erhöht, um die hohe Nachfrage befriedigen zu können.

Der Schweizer Bauernverband begrüsst den Entscheid des Bundes zur Förderung von Fleisch. Der Verband ist zudem bestrebt, Lösungen für weitere von Corona betroffenen Betriebe zu finden. Währenddessen engagiert er sich auch beim Thema Lebensmittelverschwendung. Er arbeitet neu mit der App Too Good To Go zusammen. Über die App können Konsumenten nicht ganz perfekte Produkte von Landwirtschaftsbetrieben beziehen. So landen diese nicht im Tierfutter oder Kompost, sondern in einer Überraschungstüte für App-Nutzer. ssp

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