Es wird viel heisser

17. September 2019 15:43

Paris - Die mittleren globalen Temperaturen können bis 2100 um bis zu 7 Grad steigen. Das sagen französische Forscher für den Fall voraus, dass das Wirtschaftswachstum weiter von fossilen Energien getrieben werde. Ohne drastische Massnahmen könne die Erwärmung nicht auf 2 Grad begrenzt werden.

Der Klimawandel kann die mittleren globalen Temperaturen nochmals stärker steigen lassen als bisher befürchtet. Das ist das Ergebnis neuer Modellrechnungen französischer Forscher, teilt das Institut Pierre Simon Laplace in Paris mit, das sich auf Umweltwissenschaften spezialisiert hat. Dabei geht das pessimistischste Szenario davon aus, dass die mittleren globalen Temperaturen bis 2100 um 6 bis 7 Grad ansteigen. Das ist nochmals 1 Grad mehr, als die bisher pessimistischsten Szenarien vorhersagen. Dieses extreme Szenario geht von einem schnellen Wirtschaftswachstum aus, das von fossilen Energien getrieben wird. Das Ziel des Pariser Klimaabkommens, die durchschnittliche globale Erwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, kann dagegen laut den Wissenschaftlern nur erreicht werden, wenn die internationale Gemeinschaft stark zusammenarbeitet und die nachhaltige Entwicklung priorisiert.

Die neuen Modelle fliessen in den neuen Bericht des Weltklimarats IPCCC ein, der 2021 veröffentlicht werden soll. Die französischen Forscher erklären ihre deutlich pessimistischeren Annahmen damit, dass die Ökosysteme stärker auf den Anstieg des CO2-Gehalts in der Luft reagieren als bisher angenommen. stk

Aktuelles im Firmenwiki