Deandra Anderson und Philipp Neveling vom Start-up Ebb & Flow Keg entwickeln mit DBU-Förderung ein Mehrwegsystem für Wein. Bild: Marie Haefner/Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Ebb & Flow Keg entwickelt Mehrwegfass für Wein

29. Dezember 2023 09:31

Frankfurt - Ebb & Flow Keg entwickelt wiederverwendbare Fässer für Wein. Diese sollen in der Gastronomie Einwegflaschen aus Glas ersetzen. Sie können an bestehende Zapfanlagen angeschlossen werden und sparen CO2, Energie sowie Lagerplatz ein.

Das Start-up Ebb & Flow Keg aus Frankfurt will Weinflaschen aus Glas durch ein Mehrwegsystem ersetzen. Dabei soll Wein statt Flaschen in wiederverwendbare Fässer gefüllt werden. Mit diesen soll er in der Gastronomie ähnlich wie Bier gezapft werden können.

Das Unternehmen setzt auf Kegs, worunter es einer Mitteilung zufolge grosse wiederverwendbare Fässer aus Edelstahl versteht. Diese können an vorhandene Zapfanlagen angeschlossen werden. Nach dem Gebrauch werden sie vom Start-up abgeholt und gereinigt. Laut Deandra Anderson, Mitgründerin von Ebb & Flow Keg, hat ein Kreg eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren.

Jedes 20-Liter-Keg ersetzt laut Mitteilung pro Befüllung etwa 27 Weinflaschen samt Etiketten, Korken und Kartons. Ausserdem spare das Mehrwegsystem im Vergleich zur Verwendung herkömmlicher Weinflaschen bis zu 40 Prozent CO2-Emissionen sowie Lagerplatz ein.

Die Entwicklung des Start-ups wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. Laut Volker Berding, Leiter des DBU-Referats Ressourcenmanagement. verursacht die Einweg-Glasflasche etwa die Hälfte des CO2-Fussabdrucks einer Flasche Wein. „Ein Mehrwegsystem für die Weinabfüllung reduziert den durch die Einwegverpackungen entstehenden Abfall sowie den Energieverbrauch und trägt dazu bei, den ökologischen Fussabdruck der Weinindustrie zu reduzieren“, wird er in der Mitteilung zitiert. ce/ssp

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