Exporte nach China stärker als vor Pandemie

24. August 2021 14:17

Schanghai - Die Schweizer Ausfuhren nach China und Hongkong haben sich vollständig von den Auswirkungen der Pandemie erholt. Die Schweiz hat im ersten Halbjahr dieses Jahres 8,6 Prozent mehr Waren nach China exportiert als im selben Zeitraum 2019.

Nach Angaben der Swiss Centers China haben Schweizer Exporte nach China und Hongkong im ersten Halbjahr 2021 ein Volumen von 10,1 Milliarden Franken erreicht. Im Jahresvergleich entspricht das einem Plus von 24,9 Prozent. Wichtiger als der Vergleich zum Vorjahr sei jedoch der Blick auf das erste Halbjahr 2019, wird Nicolas Musy, Delegierter des Verwaltungsrats des Swiss Centers China, in einer Medienmitteilung zitiert. Swiss Centers China ist eine öffentlich-private Organisation, die eigenen Angaben zufolge Markteintrittshürden für Schweizer Unternehmen beseitigt. „Während die Vereinigten Staaten bald zum grössten Exportmarkt der Schweiz aufsteigen werden, ist China inklusive Hongkong der am schnellsten wachsende Markt – mit 8,6 Prozent Wachstum über zwei Jahre, einem Durchschnitt von 4,3 Prozent seit 2019“, so Musy weiter.

Dies sei „ein auffallender Unterschied zu anderen Kernmärkten wie Deutschland oder Frankreich, wo die Schweizer Ausfuhren noch immer hinter dem Vorpandemie-Level hinterherhinken.“ Doch zeigten sich die Schweizer Exporte in die Vereinigten Staaten mit einem Volumen von 22,2 Milliarden Franken und einem Plus von 7,5 Prozent sowie nach Italien mit einem Gesamtwert von 7,6 Milliarden und einem Zuwachs um 5,1 Prozent im ersten Halbjahr 2021 ähnlich dynamisch wie jene nach China und Hongkong.

Besonders interessant sind laut Swiss Centers China die Schweizer Maschinenexporte: Im genannten Zeitraum erreichte das Ausfuhrvolumen 1,47 Milliarden Franken. Das sind im Jahresvergleich 15,7 Prozent mehr. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 beträgt das Plus 5,5 Prozent. Diese schnelle Erholung sei „wirklich bemerkenswert“, so Zhen Xiao, Geschäftsführer der Swiss Centers Group. Schweizer Maschinenexporte seien auch in anderen Märkten zweistellig gewachsen, doch in keinem hätten sie das Vorpandemie-Niveau erreicht. mm

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