Finanzanforderungen an die Flugbranche werden gelockert

16. Juni 2020 12:26

Bern - Die Schweiz übernimmt verschiedene neue EU-Bestimmungen für die Luftfahrt. Dies führt unter anderem zu finanziellen Erleichterungen für die Branche.

Der Gemischte Luftverkehrsausschuss Schweiz-EU hat die Übernahme verschiedener EU-Rechtsvorschriften durch die Schweiz beschlossen, wie der Bund in einer Mitteilung schreibt. Dies dürfte auch zu finanziellen Erleichterungen für Unternehmen der Luftfahrtbranche führen. Nach geltendem Recht müssen Luftfahrtunternehmen nämlich in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen für die folgenden zwölf Monate nachzukommen. Einige Unternehmen dürften dadurch vor dem Hintergrund der Pandemie mit einer angespannten Liquiditätslage konfrontiert sein, so der Bund.

Mit der übernommenen Änderung wird diese Anforderung vorübergehend gelockert. Den Angaben zufolge ist auch eine Lockerung in Bezug auf die Laufzeiten der Verträge für Bodenabfertigungsdienste vorgesehen.

Die Schweiz übernimmt auch verschiedene Bestimmungen zur Flugsicherheit. Unter anderem können Besatzungsmitglieder eines Fluges künftig erweitert untersucht, psychologisch beurteilt und auf psychoaktive Substanzen getestet werden. Weiter sollen neu stichprobenartige Atemalkoholkontrollen durchgeführt werden. Weil dazu aber das Bundesgesetz über die Luftfahrt geändert werden muss, wird diese Bestimmung in der Schweiz vorerst noch nicht in Kraft treten. Die weiteren EU-Vorschriften werden per Juli übernommen. ssp

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