Die Schweizer Exportkreditversicherung SERV gehört in vielen Kriterien zu den besten weltweit. Bild: SERV

SERV schneidet im internationalen Vergleich gut ab

16. Februar 2021 12:22

Zürich - Im Vergleich mit anderen staatlichen Exportkreditversicherungen erzielt die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV) bei mehreren Kriterien sehr gute bis exzellente Ergebnisse. Nachholbedarf sieht eine externe Analyse bei Exportförderung und Nachhaltigkeit.

Die SERV hat am Dienstag die Ergebnisse einer Benchmark-Analyse zu staatlichen Exportkreditversicherungen (ECA) vorgelegt. Damit war das externe Beratungsunternehmen TradeRx vom Staatssekretariat für Wirtschaft und der SERV beauftragt worden. Das systematische Lernen von anderen staatlichen Exportkreditversicherungen soll es der SERV ermöglichen, neue Strategien zu entwickeln und auf Grundlage eines bewährten Benchmarking-Modells für Exportkreditversicherungen noch effizienter zu agieren.

Wie die Studienergebnisse zeigen, liegt die SERV bei zahlreichen Kriterien im internationalen Spitzenfeld. So wurden etwa „Finanzielle Ressourcen“ und „Risikomanagement“ mit Exzellent bewertet. Mit Sehr Gut und Gut schnitt die SERV in betriebs- und volkswirtschaftlicher Hinsicht ab. Auch die Effizienzbewertungen bei „Mitarbeitende“, „Produkte“ und „Thought Leadership“ landeten in diesem Bereich.

Beim „Strategic Eco(n)system“ sehen die Analysten Nachholbedarf. „Viele Länder arbeiteten intensiv daran, Synergien zwischen öffentlichen Förderinstrumenten zu schaffen“, heisst es in der Studie. Von einem solchen kohärenten Fördersystem könne in der Schweiz nicht gesprochen werden. „Auch wenn es Ansätze zu engerer Zusammenarbeit unter anderem mit Switzerland Global Enterprise gibt, fehlt es an einer systematischen Kooperation beispielsweise mit Instrumenten, die exportorientierte Innovatoren fördern.“ 

Daraus zieht SERV-Direktor Peter Gisler die Konsequenz, dass sich seine Organisation „von einem Insurer of Last-Resort zu einem Trade-Facilitator weiterentwickeln“ müsse. Nur so könnten „die Schweizer Exporteure auch künftig wettbewerbsfähig bleiben“, wird er in einer Mitteilung zur vorliegenden Studie zitiert. Erste Schritte seien bereits mit dem Programm ECA-Pathfinding unternommen worden, das vor zwei Jahren eingeführt worden ist und KMU Zutritt zu ausländischen Infrastrukturprojekten ermöglichen will.

Die Studienautoren weisen zudem darauf hin, dass im Gegensatz zu den Exportversicherern anderer Länder die Integration der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG) bei der SERV noch „wenig relevant“ sei. Jedoch habe die SERV kürzlich eine Klimastrategie erarbeitet. mm

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