Elf Schweizer Marken unter den wertvollsten der Welt

27. Januar 2020 14:49

London - Unter den wertvollsten Marken der Welt befinden sich 2020 insgesamt elf aus der Schweiz. In der Brand Finance Global 500-Rangliste 2020 liegt Nestlé vor UBS und Zurich. Mit Amazon durchbricht zum ersten Mal in der Geschichte dieser Rangliste ein Unternehmen die 200-Milliarden-Grenze. Ferrari bleibt die stärkste Marke der Welt.

Nestlé ist mit 20,3 Milliarden Dollar nicht nur die wertvollste Schweizer Marke, sondern auch die wertvollste der weltweiten Nahrungsmittelbranche. In der aktuellen Brand Finance Global 500-Rangliste nimmt der Konzern Rang 81 ein, gefolgt von UBS (202), Zurich (231) und Rolex (248). Roche landet auf Rang 260. Swiss Re auf Platz 290 ist mit einem Plus von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr die am schnellsten wachsende Marke der Schweiz. Crédit Suisse nimmt den 291., Chubb den 311. und Nescafé den 336. Platz ein. Swisscom (404.) und ABB (410.) runden das Schweizer Classement ab. 

Amazon ist zum dritten Mal in Folge das wertvollste Unternehmen der Welt. Im aktuellen Ranking geht der Konzern in die Geschichte ein: Nie zuvor hat war der Wert eines Unternehmens auf mehr als 200 Milliarden Dollar taxiert worden. Die stärkste Marke der Welt bleibt Ferrari. Sein Markenstärke-Index liegt bei 94,1 von 100. Neben Ferrari erhielten nur elf weitere Unternehmen ein AAA+ Rating, darunter auch Rolex.

Der wertvollste Neuzugang in der aktuellen Rangliste ist Saudi Aramco auf dem 24. Platz. Die am stärksten wachsende Marke der Welt ist Tesla. Der Wert des Fabrikanten hochklassiger Elektroautos ist im Vergleich zum Vorjahr um 65 Prozent gestiegen. Er beträgt nun 12,4 Milliarden Dollar. Dagegen gehört Uber zu den fünf am schnellsten fallenden Unternehmen dieser Rangliste. Uber verlor im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel an Wert. „Aufregung allein kann eine Marke nicht tragen“, heisst es in einer Medienmitteilung.

„Während wir 20 Jahre nach der Dot-Com-Blase die weltweite Verlangsamung der Wirtschaft und das Scheitern gehypter Börsengänge etwa von WeWork und Uber miterleben, sind es vielleicht nur noch Monate, bis die Start-up-Blase vor unseren Augen platzt“, kommentiert David Haigh, CEO von Brand Finance. „Wenn Erwartung und Realität nicht übereinstimmen, kommt die Wahrheit ans Licht und sie kann verheerend sein.“ Dann würde eine Verlagerung vom „Bieterkrieg um Start-ups hin zu einer realistischen Bewertung ihres Werts erforderlich“. mm

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